Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Institutionelle und ökonomische Hindernisse der Aufforstung landwirtschaftlich genutzter Flächen in Mitteldeutschland
  • Paralleltitel
    Institutional and Economic Obstacles to Afforestation of Agricultural Land in East-Germany
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Hannover
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    2004
  • Illustrationen
    4 Abb., 12 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200108736
  • Quelle
  • Abstract
    Trotz gezielter Förderung der Waldmehrung ist die Bereitschaft landwirtschaftlicher Betriebe aufzuforsten in Mitteldeutschland gering. Es können vor allem zwei wesentliche Hemmnisse identifiziert werden. Erstens führt in Agrarverfassungen mit hohem Pachtanteil, wie in den neuen Bundesländern üblich, die Zustimmungspflicht des Grundeigentümers zur Flächenumwidmung für den Pächter zu prohibitiv hohen Transaktionskosten der Aufforstung. Auch die realistische Befürchtung der Pächter, dass der Flächenbesitzer einer Änderung der Flächennutzung nicht zustimmt, verhindert häufig, Aufforstung als mögliche Bewirtschaftungsalternative ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Zweitens führt eine Subventionierung der Aufforstung lediglich zu einem Subventionswettlauf zwischen Land- und Forstwirtschaft, bei dem die Forstwirtschaft bisher unterlag. Die Wettbewerbsfähigkeit der Forstwirtschaft verbessert sich nur auf marginalen Standorten, nicht aber auf den Gunststandorten, auf denen in der Nähe urbaner Zentren ebenfalls ein Waldbedarf besteht. In diesem Beitrag werden verschiedene Ansätze, Verfügungsrechte zur Aufforstung zu ändern, aus institutionenökonomischer Sicht diskutiert sowie Überlegungen zur Auswirkung der im Rahmen der EU Halbzeitbewertung vorgebrachten agrarpolitischen Vorschläge auf die Wettbewerbsfähigkeit des Forstes im Vergleich zur Landwirtschaft angestellt.