Titel
Predicting Understorey Vegetation Cover from Overstorey Attributes in Two Temperature Mountain Forests
Paralleltitel
Beziehungen zwischen Bodenvegetation und Bestandeseigenschaften in zwei Gebirgswäldern der gemässigten Zone
Verfasser
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
3 Abb., 31 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200108469
Quelle
Abstract
In Waldökosystemen enthält die Bodenvegetation oft einen wesentlichen Teil der Biodiversität, zudem stellt sie eine wichtige Nahrungsgrundlage für Wildtiere dar. Es ist deshalb wichtig, ein Verständnis der abiotischen und biotischen Faktoren zu gewinnen, welche die Eigenschaften der Bodenvegetation in Waldökosystemen bestimmten. Modelle der Walddynamik (z.B. Grap-Modelle) beschreiben die Entwicklung des Baumbestandes, wurden aber nur selten mit mathematischen Modellen für die Entwicklung der Bodenvegetation verknüpft. Dies ist erstaunlich angesichts der deutlichen Reaktion der Bodenvegetation auf Veränderungen in der Bestandesstruktur, welche zu einem anderen Lichregime führen. Ein Grund mag darin liegen, dass die Modellierung der Lichtverhältnisse in den meisten Gap-Modellen nur mit groben Annahmen erfolgt. Ein möglicher Ausweg könnte darin bestehen, die Eigenschaften der Bodenvegetation nicht direkt (über die Lichtverhältnisse), sondern indirekt anhand von Bestandes-Kenngrößen (wie z.B. der Durchmesserstruktur) zu modellieren. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war deshalb, zu bestimmen, ob sich die Zusammensetzung der Bodenvegetation durch die Bestandesstruktur allein erklären lässt, oder der Deckungsgrad des Bestandes und die Lichtverfügbarkeit als zusätzliche Variablen nötig sind. In zwei Waldbeständen der montanen und subalpinen Stufe in den Schweizer Alpen wurden Feldaufnahmen durchgeführt. Mittels Regressionsanalyse wurde die relative Bedeutung von verschiedenen erklärenden Variablen der Waldstruktur für die Zusammensetzung und den Deckungsgrad der Bodenvegetation untersucht.