Titel
Lecanosticta - Kiefernnadelbräune (Mycosphaerella dearnessii Barr) in Niederösterreich
Paralleltitel
Brown Spot Needle Blight of Pines (Mycosphaerella dearnessii Barr) in Lower Austria
Verfasser
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
7 Abb., 13 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
627
Datensatznummer
200107994
Quelle
Abstract
Die Verbreitung des Quarantänepilzes Mycosphaerella dearnessii im Stadtgebiet von Hollenstein/Ybbs (oberes Ybbstal, Niederösterreichische Kalkalpen) wurde von 1996 bis 2002 an 135 Nadelproben untersucht. Weiters wurden von 2001 bis 2002 drei Sporenfallen aufgestellt, um die Verbreitung der Konidien (Lecanosticta) durch den Wind zu verifizieren. Es lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen: Insgesamt wurde vom Bundesamt und Forschungszentrum für Wald (BFW) zwischen 1996 und 2002 an 19 Proben von Pinus mugo und Pinus sylvestris Befall durch Mycosphaerella dearnessii diagnostiziert. Nach der Rodung und Entsorgung der befallenen Bäume wurde bei den Probenahmen 2001 und 2002 keine neuen Krankheitsfälle festgestellt. Das Ausmaß der Verbreitung von Lecanosticta-Konidien durch den Wind war gering: In den drei Sporenfallen fanden sich nur fünfmal Konidien von Mycosphaerella dearnessii. Eine Ausbreitung der Krankheit in umliegende Kiefernbestände konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Die langsame Ausbreitung von Mycosphaerella dearnessii im Untersuchungsgebiet ist wahrscheinlich klimabedingt. Darüberhinaus könnte das häufige Auftreten der Dothistroma-Nadelbräune (Rote-Bänder-Krankheit - Mycosphaerella pini) die Befallshäufigkeit durch Mycosphaerella dearnessii im Ybbstal bisher zusätzlich niedrig gehalten haben, da das gleichzeitige Auftreten beider Krankheiten am selben Baum selten ist und somit ein Konkurrenzeffekt vorliegen dürfte.