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  • Titel
    Umweltpolitische und ökologische Aspekte in der Beurteilung der Bodenqualität
  • Paralleltitel
    Evaluation of Soil Quality from the Viewpoint of Environmental Policy and Ecology
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Illustrationen
    4 Abb., 32 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    7868
  • Datensatznummer
    200107407
  • Quelle
  • Abstract
    Bodenschutz ist zum integralen Bestandteil der Umweltpolitik in Deutschland geworden und wird seit diesem Jahr auch von der EU-Kommission verstärkt beachtet. Bei einem vorsorglichen Bodenschutz wir auch bei Sanierung von belasteten Standorten steht die Qualität des Bodens im Vordergrund. Wir betrachten die Bodenqualität als eine integrale Größe, die sich aus definierbaren und messbaren strukturellen Bodenbestandteilen zusammensetzt, ökologische Funktionen des Bodens einschließt und in der auch Bodennutzung sowie standorttypische Klimabedingungen ihre Berücksichtigung finden. Bewertungen der Bodenqualität richteten sich häufig nach dem aus der Landwirtschaft übernommenen Begriff der Bodenfruchtbarkeit. Neuerdings gibt es einige Anzeichen auf Teilbewertungen auf Basis von Methoden, die aus der aquatischen oder humanen Toxikologie übernommen wurden. Solch eine Herangehensweise lässt ökologische Funktionen des Bodens weitgehend unberücksichtigt. Dies kann auch für bodenbiologische Tests gelten, falls sie sich nur auf das Vorkommen und Verhalten einiger Einzelspezies von wirbellosen Bodentieren stützen. Wir betonen dagegen die Notwendigkeit, Stoffumwandlungsprozesse im Kreislauf von C und N und die für sie hauptverantwortlichen Gesamtgruppen von Bodenorganismen und ihre Aktivitäten (z.B. mikrobielle Biomasse, physiologische Gruppen von Mikroorganismen, C- und N-Mineralisierung) bei der Beurteilung der Bodenqualität vorrangig zu berücksichtigen. So wird der Komplexität des Bodens und den ökologischen Bodenfunktionen Rechnung getragen.