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  • Titel
    Integrative Bewertung des ökologischen Zustandes und der nachhaltigen Entwicklung von Flusslandschaften am Beispiel der Möll
  • Paralleltitel
    Integrative Assessment of the Ecological Status and Sustainable Development of River Basins: The Möll River Study
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Illustrationen
    26 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    5136
  • Datensatznummer
    200107000
  • Quelle
  • Abstract
    Die von der Europäischen Union beschlossene Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gibt einen Ordnungsrahmen für den Schutz der Fließgewässer vor. Ziel ist, dass alle Gewässer einen "guten ökologischen Zustand" erreichen und die dafür erforderlichen Maßnahmen möglichst ökonomisch im Rahmen integrierter Maßnahmenprogramme in die Praxis umgesetzt werden. Anhand des alpin geprägten Modellflusses Möll werden die dazu notwendigen Maßnahmen sowohl ökologisch (Hydromorphologie, Fischökologie, Vegetationsökologie), ökonomisch (Kosten/Wirksamkeitsanalyse) als auch hinsichtlich ihrer Wirkung auf die nachhaltige Entwicklung bewertet. Die leitbildbezogene Bewertung erfolgt anhand sektoral definierter Qualitätskomponenten in 5 Zustandsklassen (1 = sehr gut, 5 = schlecht). Der aktuelle Zustand der Möll wird insgesamt mit Klasse 3 bis 4 bewertet. Der von der WRRL anzustrebende ökologisch gute Zustand (2) wird aktuell in keinem der Abschnitte erreicht. Mit Flussrückbaumaßnahmen können eine Reihe von positiven Effekten erzielt werden, allerdings wird mit diesen Maßnahmen maximal die Zustandsklasse 3 erreicht. Um den guten Zustand zu erreiche, müssen darüber hinaus eine Reihe von Verbesserungsmaßnahmen gesetzt werden. Die Ergebnisse der Kostenanalyse zeigen sehr klar, dass das kombinierte Maßnahmenszenarium mit Dotation der Totalausleitungsstrecken, umfassenden Rückbaumaßnahmen am Fluss, Spülungsmanagement und der Errichtung eines Schwallausleitungskraftwerkes zur Schwalldämpfung das beste Kosten/Wirksamkeits-Verhältnis besitzt. Die Nachhaltigkeitsbewertung kommt zum selben Ergebnis und zeigt zusätzliche positive Effekte für die naturnahe Landschaft, das Naturerleben des Menschen und eine damit verbundene Erhöhung der Attraktivität für die Freizeit- und Tourismusnutzung auf.