Titel
Pflanzenphänologische Beobachtungen in Graubünden: Trends bei pflanzenphänologischen Zeitreihen
Paralleltitel
Phytophenological observations in the Grisons: Trends of phytophenological time series = Observations phénologiques dans les Grisone: tendance qui se dégagent des séries phénologiques = Osservazioni fernologiche nei Grigioni: tendenze osservate nelle serie fenologiche
Verfasser
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
5 Abb., 9 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
629
Datensatznummer
200106498
Quelle
Abstract
Von 25 phänologischen Beobachtungsstationen in Graubünden und 17 ausgewählten Phänophasen der Periode 1951 bis 1998 wurden verschiedene statistische Auswertung vorgenommen. Es zeigt sich, dass die phänologischen Daten von Ort zu Ort und von Jahr zu Jahr sehr stark steuen. Dies ist auf die verschiedenen Klimaregionen (Rheinbünden, Südbünden und Engadin) sowie auf die grossen Höhenunterschiede (580 bis 1805 m ü.M.) innerhalb von Graubünden zurückzuführen. Trendanalysen von 100 phänologischen Zeitreihen der Periode 1951 bis 1998 zeigen, dass in Graubünden vor allem Trends zur Verfrühung vorliegen. Im Gegensatz zu den Auswertungen der gesamten Schweiz weisen alle Phänophasenarten (inklusive der Herbstphasen) einen Trend zur Verfrühung auf, die bei der Vollblüte mit 22 Tagen am grössten ist. Dieser frühere Beginn der Vegetationsperiode ist eindeutig auf die Klimaerwärmung zurückzuführen, da die Eintrittstermine der phänologischen Frühlingsphasen sehr stark von der Temperatur beeinflusst werden. Generell ist die Verfrühung in Graubünden ausgeprägt als in der gesamten Schweiz. Da die Pflanzen bei höher gelegenen Stationen stärker auf die Klimaerwärmung reagieren als im Tiefland oder in milderen Regionen und sehr viele Beobachtungsstationen in Graubünden in der alpinen Höhenstufe (über 1000 m ü.M.) liegen, ist dieses Resultat plausibel.