Titel
Soil biochemical and chemical changes in relation to mature spruce (Picea abies) forest conversion and regeneration
Paralleltitel
Chemische und biochemische Veränderungen der Bodeneigenschaften durch Verjüngung und Waldumbau eines Fichtenaltbestandes
Verfasser
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
3 Abb., 42 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200106459
Quelle
Abstract
Um die durch den Waldumbau und Regeneration bedingten Standortsveränderungen zu untersuchen, wurden die Netto-Stickstoffmineralisierung, die potenzielle Nitrifikation, der mikrobiell gebundene Stickstoff (Nmic), L-Asparaginase, L-Glutaminase, sowie weitere chemische und biologische Parameter an drei benachbarten Standorten untersucht: Standort I, reiner Fichtenaltbestand (Picea abies (L.) Karst - 110 Jahre); Standort II, Fichtenaltbestand mit Buchenunterbau (Fagus sylvatica - 5 Jahre); Standort III, reine Fichtenaufforstung (16 Jahre). Die Standorte II und III entstanden infolge des Waldumbaus aus reinen Fichtenaltbeständen. Die untersuchten Böden sind gekennzeichnet durch sehr niedrige pH-Werte (pH(H2O) 3,7 - 4,2 pH (CaCl.2) 2,9 - 3,5), hohe Gesamtstickstoffgehalte (1,06 - 1,94 %), hohe metabolische Quotienten (6,7 - 16,9 g CO2 kg-1 h-1),geringe Nmic-Gehalte (1,1 - 3,3 % des Gesamt-N, ausgenommen LOf1, von Standort III) und eine relativ hohe N-Nettomineralisation (175 - 1213 mg N Kg-1 in LOf1 und Of2, nach 4 Wochen Inkubation). Am Standort II nahm das C : N-Verhältnis und der qCO2 im LOf1-Horizont deutlich ab, wohingegen der Gehalt an austauschbarem Ca sowie die Basensättigung im Mineralboden geringfügig zunahmen. Am Standort III nahm der N-Vorrat (Auflagehumus + Mineralboden 0 - 10 cm) um 30 % ab. In den LOf1- und Of2-Lagen des Auflagehumus dieses Standortes traten eine hohe N-Nettomineralisation (1,5- bis 3fach höher als in den Standorten I und II), hohe Gehalte an mikrobiell gebundenem C und N, eine erhöhte Basalatmung sowie erhöhte qCO2-Werte auf. In den Oh-Lagen hingegen nahm die Basensättigung ab. Alle untersuchten Standorte zeigten in der ersten Periode (z. bis 11. Woche) eine Anreicherung an NO3 (20 - 100 % des gesamten mineralischen N-Vorrates) statt. Im Gegensatz dazu wurde am Standort II keine NO3-N-Anreicherung festgestellt. Dies deutet auf einen Unterschied in der Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaften in den zwei verschiedenen Forstökosystemen hin. Nmic, N-Nettomineralisation, L-Asparaginase und L-Glutaminase korrelieren miteinander und zeigen eine enge Beziehung zu den Bewirtschaftungsformen.