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  • Titel
    The current distribution of red deer (Cervus elaphus) in southern Latin America
  • Paralleltitel
    Die gegenwärtige Verbreitung von Rotwild (Cervus elaphus) im südlichen Lateinamerika = La distrubtion actuelle du Cerf (Cervus elaphus) dans la partie méridionale de l'Amérique du Sud
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Illustrationen
    28 Lit. Ang.
  • Material
    Artikel aus einer Zeitschrift
  • Standardsignatur
    8032
  • Datensatznummer
    200106109
  • Quelle
  • Abstract
    Die Ausbreitung exotischer Arten in Naturgebieten ist ein wesentliches Element globaler Veränderungen. Wirtschaftliche Verluste, ökologische Schäden, aber auch Vorteile durch die neuartige Ressource stoßen auf Interesse. Rotwild, Cervus elaphus, das für seine effektive Anpassung an neue Umgebungen bekannt ist, wird als eine der weltweit 100 schlimmsten invadierenden exotischen Arten betrachtet. Ökologische Schäden durch Rotwild wurden bereits für Chile und Argentinien beschrieben, und Konkurrenz mit einheimischen Huftieren wie Guanako, Lama guanicoe, oder dem Patagonischen Huemul, Hippocamelus bisulcus, wurde vermutet. Dieser Beitrag schildert die gegenwärtige Verbreitung von Rotwild in Chile und Argentinien bezogen auf Habitattypen, um besser informierte Entscheidungen im Hinblick auf das Management der Invasion zu ermöglichen. Daten zur Verbreitung wurden durch Interviews und Bestätigungen im Feld gewonnen. Zur Analyse der Habitatnutzung und zur Berechnung der genutzten Flächen wurden digitale Karten herangezogen. Die Ansiedlung von Rotwild erfolgte vor < 100 Jahren auf beiden Seiten des andinen Vorgebirges und die (nicht geschlossene) Verbreitung erreicht nun 37°42'S - 54°55'S und 73°36' W - 69°50' W. Praktisch alle existierenden Habitattypen, mit einer Gesamtfläche von > 50,000 km2, wurden besiedelt. Die derzeitige Verbreitung verteilt sich auf 29 % Waldfläche, 57 % Patagonische Steppe und 14 % unbewaldete Fläche wie z.B. Nasswiesen, Busch- und Grasland anthropogenen Ursprungs, und Vegetation oberhalb der Baumgrenze. Die Eigenschaften der Habitatstypen und das Fehlen von natürlichen oder anthropogenen Barrieren lassen vermuten, dass die Invasion uneingeschränkt weitergehen wird, wodurch das Verbreitungsgebiet des Rotwilds kontinuierlich zunehmen wird. Das wird direkte Auswirkungen auf die einheimische Biodiversität und Naturschutzbemühungen haben.