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  • Titel
    Melampsora spp. und Marssonina spp. an Pappeln und Weiden in Neuseeland
  • Paralleltitel
    Melampsora and Marssonina pathogens of poplars and willows in New Zealand
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    17 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8320
  • Datensatznummer
    200105009
  • Quelle
  • Abstract
    In Neuseeland kommen folgende drei Melampsora-Arten an Pappeln vor: Melampsora larici-populina, Melampsora medusae und während einer Saison trat auch Melampsora medusae-populina auf, ein sonst nicht beobachteter interspezifischer Hybride. Die dominante Art, M. larici-populina, überwintert auf Lärche, und jedes Jahr treten neue Rassen auf, die an zuvor rostresistenten Sorten Blattverluste verursachen. Auch M. medusae tritt in einigen Sommern auf, nachdem sie auf verschiedenen Wirten überwintert hat, oder von neuem über die Luft von Australien nach Neuseeland gelangt. Auf Weiden kommen vier Melampsora-Arten vor: Melampsora coleosporioides, Melampsora epitea var. epitea und zwei nicht identifizierte Arten, die Salix viminalis bzw. Salix daphnoides und Salix incana sowie deren Hybriden aus offener Abblüte befallen. Das Wirtsspektrum und die Pathogenität dieser Arten blieben unverändert und die Wirtsresistenz brach nicht zusammen. Die Erreger von Blattnekrosen an Pappeln (Marssonina brunnea und Marssonina castagnei) und an Baumweiden (Marssonina salicicola) kommen in ganz Neuseeland vor. Alle drei Arten können große Blattverluste bei anfälligen Sorten in Gebieten mit hohen Niederschlägen (über 1000 mm) verursachen. Obwohl alle Arten im Herbst reichlich Mikrokonidien bilden, wurde die Drepanopeziza-Form in Neuseeland nie beobachtet. Während eines ungewöhnlich nassen Sommers (1992-93) trat ein neuer Stamm von M. salicicola auf, der die zuvor resistenteste Sorte Salix matsudana x Salix alba cv. 1002 befiel. Die Bedeutung einer kontinuierlichen Überwachung von morphologischen (Konidienausmaße, DNA-Fingerprints) und physiologischen (Wirtskreis, Pathogenität) Eigenschaften der lokalen Populationen von Melampsora und Marssonina-Arten wird diskutiert.