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  • Titel
    Massenvermehrung von phyllophagen Schmetterlingen in Laubwäldern des Rheinlands
  • Paralleltitel
    Mass occurrence of phyllophagous caterpillars in the deciduous forests of the Rhineland
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    25 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    3718
  • Datensatznummer
    200104537
  • Quelle
  • Abstract
    In den Jahren 1996 und 1997 wurde in ausgeählten Gebieten des Rheinlands die Populationsdichte von Schmetterlingsraupen erfaßt, die an Eichen (Quercus robur und Quercus petraea) und an Hainbuchen (Carpinus betulus) Kahlfraß, an Rotbuchen (Fagus sylvatica) erheblichen Fraßschaden verursachten. An dem Blattfraß waren insgesamt 63 Schmetterlingsraupen beteiligt. An Eichen erfolgte Kahlfraß gleichzeitig durch mehrere Arten (Operophtera brumala, O. fagata, Erannis defoliaria und Tortrix viridana), während an Hainbuche und Rotbuche Operophtera fagata für den hohen Fraßschaden verantwortlich war. Standorte, an denen Massenvermehrungen nachgewiesen wurden, waren gut mit Nährstoffen versorgt und bestätigen so die Hypothese zur Ressourcenverfügbarkeit. Die Populationsdichten der Schmetterlingsraupen waren an Eichen so groß, daß es zu inter- und intraspezifischer Konkurrenz (scramble competition) kam. In Eichenbeständen, die mit Rotbuchen unterbaut waren, wurde die Konkurrenzsituation unter den Schmetterlingsraupen vermindert. Somit können waldbauliche Maßnahmen, besonders bei einer Massenvermehrung von Operophtera fagata, zu einer Verlängerung der Gradation beitragen.