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  • Titel
    Ein Modell zur Interpretation des Eichensterbens, basierend auf der genetischen Struktur der Baumpopulationen sowie der Habitat-Struktur und seine Konsequenzen für den Waldbau : IUFRO XX World Congress
  • Paralleltitel
    A decline-model interpretation of genetic and habitat structure in oak populations and its implications for silviculture
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    28 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8320
  • Datensatznummer
    200102566
  • Quelle
  • Abstract
    Beim Eichensterben wirken prädisponierende Faktoren biotischen und abiotischen Ursprungs sowie zahlreiche Insekten, Pathogene und abiotische Einflüsse als mittelbare oder unmittelbare Todesursachen zusammen. Die genauen Kausalursachen variieren mit den Begleitumständen, aber der Genotyp des Baumes scheint eine grundsätzliche Rolle als prädisponierender Faktor zu spielen. Die Bäume sind gegenüber dem Eichensterben prädisponiert, wenn sie aufgrund ihrer genetischen Ausstattung nicht in der Lage sind, die Einwirkung der Stressfaktoren an ihrem Standort zu überleben. Als Fallstudie wird Quercus rubra präsentiert, für die eine beträchtliche Menge an genetischer und ökologischer Information verfügbar ist. Diese Art ist charakterisiert durch (1) eine ungewöhnliche Empfindlichkeit ihres Wachstumsverhaltens gegenüber kleinräumiger Heterogenität der Umweltbedingungen, und (2) durch eine ungewöhnlich hohe Variation des Zuwachses innerhalb einer Population. Benutzt man den Zuwachs als die beste verfügbare Meßgröße für ökologische Fitness, dann wird deutlich, daß eine große genetische Variabiklität wichtig, ja sogar notwendig für den ökologischen Erfolg von Populationen dieser Spezies ist. Eine unterschiedliche Anpassung von Genotypen an Mikrostandorte, sogar innerhalb sehr kleiner Flächen, ist wahrscheinlich. Um die Anfälligkeit gegen das Eichensterben zu minimieren, werden der Forstpraxis folgende Vorschläge gemacht: (1) Erhalten hoher genetischer Variation, (2) Verwendung lokaler Provenienzen bei künstlicher Regeneration und (3) große Sämlingspopulationen. Ausserdem wird aus den Ergebnissen abgeleitet, daß eine hohe Sterblichkeit der Sämlinge in Plantagen normal, ja sogar wünschenswert sein dürfte.