Titel
Im dritten Jahr nach Mg-Düngung beibt der zweite Nadeljahrgang grün - Analyse der Vergilbungsursachen : 13. Statuskolloquium des PEF
Paralleltitel
Three years after Mg fertilization the yellowing process is stopped - Factors causing chlorosis at the Freudenstadt site
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
15 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
12612
Datensatznummer
200102133
Quelle
Abstract
Die seit 1993 am Schöllkopf bei Freudenstadt (Nordschwarzwald, 840 m ü.NN) untersuchte geschädigte Fichte (Vergilbung und Nadelschütte ab dem 2, Nadeljahrgang) wurde im Frühjahr 1994 und 1995 mit Mg-Sulfat gedüngt. 1996 war für den 2. Nadeljahrgang erstmals eine Zunahme des Mg nachweisbar: im Jahresdurchschnitt betrug der Mg-Gehalt 0,27 mg/g Trockensubstanz (TS) gegenüber 0,16 mg/g TS im Vorjahr. Gleichzeitig blieb der 2. Nadeljahrgang grün. Wie in den Vorjahren wurden 1996 der Chlorophyll(Chl)-Gehalt, die Stabilität des peripheren Antennenkomplexes LHC II, verschiedene Parameter der PAM-Fluoreszenz (Fv/Fm, DeltaF/FmÖ, nicht photochemische Fluoreszenzlöschung) und der im ps-Bereich aufgelösten Chl-Fluoreszenz (13) sowie ultrastrukturelle Eigenschaften der Chloroplasten (Thylakoidmembran-, Stärkekorn- und Plastoglobuliquerschnittsflächen im Chloroplastenquerschnitt) untersucht. Die Parameter stimmten im Jahresgang weitgehend mit den entsprechenden Daten der Kontrollfichte überein. Der 2. Nadeljahrgang der gedüngten Fichte konnte somit im Jahr 1996 seine Vitalität aufrechterhalten. Das Verhalten der Nadeln während der 4 Untersuchungsjahre wurde mit der am Schöllkopf auftretenden Ozonbelastung verglichen. Unterschritt der Nadelgehalt an nicht Chl-gebundenem Mg einen Wert von 0,12 mg/g TS, so wurde ein positiver linearer Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen Ozonkonzentration in den 4 Tagen vor Probenahme und dem Anteil an labilem Chl-a im LHC festgestellt (n = 11; R = 0,0013). Dieser und weitere befunde legen nahe, daß die Vergilbungsvorgänge am Schöllkopf auf das Zusammenspiel von schlechter Mg-Versorgung und über mehrere Tage auf die Fichten einwirkende hohe Ozonkonzentration (> 100 ög/mß) zurückzuführen sind.