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  • Titel
    Remobilisierung von Schwefel aus experimentell mit Sulfat belasteten Böden der ARINUS-Flächen : II. Ergebnisse wiederholter flächenrepräsentativer Bodeninventuren : 13. Statuskolloquium des PEF
  • Paralleltitel
    Sulfur remobilization from soils of the ARINUS sites experimentally treated with sulfate
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Illustrationen
    20 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12612
  • Datensatznummer
    200102093
  • Quelle
  • Abstract
    Mittels wiederholter Inventuren der Bodenschwefelausstattung auf den ARINUS-Standorten Schluchsee und Villingen erfaßten wir den kurzfristigen (neun Inventuren auf den Flächen S 3 und V 3 von Mai 1994 bis November 1996) und den mittelfristigen Umsatz (fünf Inventuren auf den Flächen S 2 und V 2 von 1987 bis 1995) von experimentell appliziertem Sulfat-S (170 kg S ha-Ü als Kieserit, Kalimagnesia oder Ammoniumsulfat) im Boden. Im Podsol Schluchsee wurde das ausgebrachte Sulfat infolge hoher Sickerrate, grobkörniger Bodenart, durch DOC-Antagonismus beeinträchtigter SO4¬minus-Adsorption und nur geringer biotischer S-Immobilisierung (Estersulfatsynthese, < 30 S kg ha -Ü) schnell durch das Solum verlagert. Ca. 140 kg S ha-Ü (80% des Dünger-S) wurden innerhalb von 7,5 Jahren nach Kieseritdüngung in nachgeschaltete Kompartimente der Hydrosphäre (Gesteinszersatzzone, Grundwasser, Oberflächengewässer) transferiert. In der Braunerde Villingen verzögerten eine niedrige Sickerrate, mikrobielle S-Immobilisierung (Festlegung von C-gebundenem S und Estersulfat) im humosen Oberboden, sowie eine ausgeprägte SO4¬minus-Adsorption im Unterboden die Verlagerung des Düngersulfats deutlich. Trotz vollständiger Reversibilität der SO4¬minus-Adsorption waren 7,5 Jahre nach der Kalimagnesiagabe noch ca. 40% des Dünger-S im Boden gespeichert, nur rund 60% in nachgeschaltete Kompartimente der Hydrosphäre ausgetragen.