- TitelPopulationsgroesse, genetische Variation und Anpassung - Betrachtungen zu Risiken fuer die forstliche Praxis bei der Bestandesbegruendung : 22. Internationale Tagung der Arbeitsgemeinschaft fuer Forstgenetik und Forstpflanzenzuechtung in Neustadt an der Weinstrasse (Hambacher Schloss) : Genetik und Waldbau unter besonderer Beruecksichtigung der heimischen Eichenarten
- Verfasser
- Erscheinungsjahr1995
- Illustrationen15 Lit. Ang.
- MaterialUnselbständiges Werk
- Standardsignatur12142
- Datensatznummer200101717
- Quelle
- AbstractBestandesbegruendungen von Eichenbestaenden werden auch heute noch zu einem erheblichen Anteil durch Pflanzungen vorgenommen. Dabei wird vornehmlich zweijaehriges Material in vorgegebenen Pflanzverbaenden ausgebracht. Diese Form der Bestandesbegruendung hat auf die unterschiedlichste Weise Konsequenzen fuer die Anpassungsfaehigkeit der spaeteren Bestaende: - In seinem genetischen Anpassungspotential unterliegt das fuer die Anzucht zum Pflanzmaterial vorgesehene Saatgut bereits unterschiedlichen Einflussfaktoren, in denen sich der Konflikt zwischen Angepasstheit und Anpassungsfaehigkeit widerspiegeln. Die zur Beerntung ausgewaehlten Altbestaende koennen zum Beispiel mit der in ihnen vorliegenden genetischen Information am Ort der Bestandesbegruendung unzureichend angepasst sein oder besitzen vielleicht schon ein deutlich eingeschraenktes Anpassungspotential. Zudem haben die natuerliche Reproduktion, die Materialgewinnung und dabei insbesondere auch die Art und Weise der Beerntung der Bestaende Auswirkungen auf die genetische Anpassungsfaehigkeit der Samen. Derartige Effekte sind beispielsweise mit der reproduktionseffektiven Populationsgroesse quantifizierbar. - Die Art und Weise der Anzucht des Materials umgeht in der Regel Selektion, welche unter natuerlichen Freilandbedingungen stattfaende. Diese Selektion und die damit verbundenen Aenderungen genetischer Strukturen koennen aber stuetzend oder sogar notwendig fuer die Ueberlebensfaehigkeit des spaeteren Bestandes sein. - In einem Zeitalter sich global aendernder Umweltbedingungen ist die langfristige Stabilitaet der Bestaende an die Erhaltung gerade des latenten genetischen Anpassungspotentials gebunden. Einer Einschraenkung in diesem Potential durch den Verlust genetischer Variation ist vorzubeugen. Dieses ist auch bei Bestandesbegruendungen zu beachten.
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