Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Strategisches Verhalten als moegliche Fehlerquelle der Contingent Valuation Method (CVM)
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Illustrationen
    30 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12142
  • Datensatznummer
    200101641
  • Quelle
  • Abstract
    Die Hypothese moeglichen strategischen Verhaltens stellt einen der Haupteinwaende gegen monetaere Bewertungen oeffentlicher Gueter dar. Es wird ueberprueft, ob diese Hypothese im Zusammenhang mit der Bewertung der Erholungsleistungen des Waldes durch die Contingent Valuation Method (CVM) traegt. Zunaechst werden die Anreizbedingungen, unter denen mit strategischen Verhalten zu rechnen ist, theoretisch dargestellt. Daran schliesst ein Literaturueberblick ueber bisherige Experimente zum strategischen Verhalten an. In einem empirischen Test wurden zwei verschiedene Gruppen von Waldbesuchern mit Hilfe der CVM nach ihrer Zahlungsbereitschaft fuer Jahres-Waldeintrittskarten befragt. Einer der Gruppen wurden Anreize zur Unter-, der anderern Anreize zur Uebertreibung ihrer Zahlungsbereitschaften gegeben. Die Zahlungsbereitschaften beider Gruppen unterschieden sich signifikant; bei Untertreibungsanreiz ergaben sich im Durchschnitt etwa zwei Drittel der Zahlungsbereitschaften, die auf Uebertreibungsanreiz hin genannt wurden. Dies zeigt, dass eine Hypothese "schwachen" strategischen Verhaltens auch auf die Bewertung des Waldes durch seine Besucher zutreffen kann. Das Ausmass der hierdurch bewirkten Verzerrungen ist jedoch gemaessigt; insbesondere hat sich die Groessenordnung der ermittelten Schaetzwerte durch die unterschiedlichen Strategieanreize nicht veraendert. Eine grundsaetzliche Ablehnung der CVM unter Hinweise auf das Strategieproblem waere daher anahnd der vorliegenden Ergebnisse nicht zu rechtfertigen.