Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Der vergleichende Kompensationsversuch - Folgerungen fuer Bodenschutzmassnahmen aus den Versuchsergebnissen 1988-1991
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    23 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12142
  • Datensatznummer
    200101634
  • Quelle
  • Abstract
    Die Auswirkungen der Kompensationskalkung im Wald werden unter den Gesichtspunkten des Bodenschutzes, der Waldernaehrung und des Sickerwasserschutzes im vergleichenden Kompensationsversuch begleitend zu den derzeitigen Praxismassnahmen untersucht. Es soll gezeigt werden, welche der derzeit im Handel befindlichen basischen Substanzen und welche Aufwandmengen die negativen Auswirkungen der Luftschadstoffdepositionen in Waldoekosystemen entscheidend und ohne gravierende Nachteile fuer die betroffenen Waldoekosysteme mindern koennen. Die Erkenntnisse aus diesem Versuch sollen praktische Entscheidungshilfen fuer einen wirksamen Bodenschutzes geben. Die praxisuebliche Bodenschutzkalkung mit der Ausbringung von 3 t/ha Dolomit 0-2mm vom Helikopter aus bewaehrt sich im Hinblick auf die Zielsetzung: - Neutralisation der sauren Luftschadstoffdepositionen an der Waldbodenoberflaeche - Transport von Magnesiumionen in den Wurzelraum zur Unterstuetzung der Magnesiumernaehrung der Baeume - Erhoehung der Elastizitaet und Stabilitaet der Waldoekosysteme durch Aktivierung biologischer Kreislaeufe - Reduktion von oekochemischen Risiken (Nitrataustraege, Mobilisierung von Aluminium und Schwermetallkomplexen). Auf stark versauerten Standorten kann zusaetzlich eine Erhoehung der Elastizitaet des Bodens und eine Stabilisierung des durch die angespannte Magnesiumversorgung gekennzeichneten Naehrelementhaushaltes eingeleitet werden. Dies erfolgt, sofern die Standorte nicht zu erhoehter Nitratfreisetzung neigen, am besten durch die Ausbringung hoeherer Dolomitmengen in Granulatform mit feinem Primaerkorn und eingeschraenkt auch durch silikatische Gesteinsmehle. Substanzen, welche wenig wirksam sind, wie der Forsthuettenkalk, oder welche Ueberreaktionen im Oekosystem provozieren, wie die Dolomit-Suspension, sollten nicht im Wald ausgebracht werden.