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  • Titel
    Wiederansiedlung von Traubenkirschen-Erlen-Eschenwaeldern im Flusstal der Oker, auch nach mehr als 100 Jahren fehlen noch die meisten krautigen Waldarten
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Illustrationen
    54 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    12140
  • Datensatznummer
    200101591
  • Quelle
  • Abstract
    Im noerdlichen Harzvorland Niedersachsens wurde die waldtypische Gefaesspflanzenflora (278 Sippen) in 44 Waeldern alter Waldstandorte und 11 Sekundaerwaeldern erfasst. In einigen der ca. 100jaehrigen Sekundaerwaelder des Okertales wurden Vegetationsaufnahmen von Traubenkirschen-Erlen- Eschenwaeldern angefertigt und mit der regionalen Ausbildung dieses Waldtyps von alten Waldstandorten verglichen. Die sekundaeren Traubenkirschen-Erlen- Eschenwaelder sind ebenso wie die Gesamtflora der Sekundaerwaelder signifikant artenaermer. Beiden fehlt weitgehend die Gruppe der krautigen Waldarten der Querco-Fagetea und somit die Artengruppe mit der staerksten Bindung an Waelder ueberhaupt. In Sekundaerwaeldern sind vor allem nitrophile Saumarten aspektbildend. Die Kontinuitaet von Standort und Biozoenose bedingt den hohen Wert von Waeldern alter Waldstandorte fuer den Arten- und Biotopschutz. Der Erhaltung und Entwicklung ihrer Standorte kommt besonders in den waldarmen und stark veraenderten Auen eine hohe Bedeutung zu. Daneben ist eine Wiederentwicklung von Waeldern der Auen sinnvoll. Diese stellen keinen gleichwertigen Ersatz fuer den Verlust primaerer Bestaende dar, koennten jedoch bereits nach 100 Jahren sehr strukturreich sein und anteilig einen floristischen Grundbestand entsprechender Waldtypen alter Waldstandorte aufweisen.