Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Untersuchung von Sulfat-Sorption und -Desorption in sauren Waldböden unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Bodenstruktur
  • Paralleltitel
    Investigating sulfate sorption and desorption of acid forest soils with special consideration of soil structure
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Illustrationen
    22 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4181
  • Datensatznummer
    200101527
  • Quelle
  • Abstract
    Die Größe und die Stabilität der reversibel gebundenen SO4¬- -Fraktion sind entscheidende Parameter für die Reversibilität von Boden- und Gewässerversauerung bei abnehmenden Depositionen. Das Desorptionsverhalten von SO4¬- von drei sauren Waldböden wurde bei 5°C an gestörten (5 mm gesiebten) und ungestörten Bodensäulen sowie im Batchverfahren untersucht. Die Auswertung der Säulenversuche ergab, daß die Bodenstruktur keinen Effekt auf die Bodenlösungskonzentrationen, die S-Mineralisationsraten oder die SO4¬- -Desorptionsraten hatte. Ein Vergleich von Batch- und Säulenversuchen zeigte nur geringe Unterschiede hinsichtlich der SO4¬- -Desorptionsraten. Eine Anpassung der gemessenen Desorptionsraten an eine modifizierte Langmuir-Isotherme zeigte allerdings einen deutlicheren Unterschied zwischen den beiden Methoden. Aus den Ergebnissen wurde geschlossen, daß die Batch-Methode geeigneter ist, um das Desorptionsverhalten von SO4¬- zu bestimmen. Dabei ist es wichtig, die Heterogenität im Boden zu berücksichtigen, da die räumliche Variabilität der Isothermenparameter größer war, als die Unterschiede zwischen den Methoden. Gleichzeitig zeigte die SO4¬- -Sorption eine deutliche Hysterese. Während der größte Teil des sorbierten SO4¬- erst bei Konzentrationen kleiner gleich 5-10 mg SO4¬-·1-Ü desorbiert wird, findet eine Sorption erst bei Konzentrationen größer gleich 20-30 mg SO4¬-·1-Ü statt.