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  • Titel
    Verlagerung von Chlorid und Stickstoff in Böden des Nordostdeutschen Tieflandes
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Illustrationen
    19 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    13060
  • Datensatznummer
    200101156
  • Quelle
  • Abstract
    Die winterliche Verlagerung von Chlorid wurde auf ca. 90 Messstellen repräsentativer Standorte Nordost- und Mitteldeutschlands in Feld-Tracerexperimenten geprüft. Ziel war die Präzisierung von Modellaufnahmen für die Wasser- und Stoffbilanz unter verschiedenen Standortbedingungen. In mehreren Jahren wurde die winterliche Tiefenverlagerung der im Herbst applizierten Chloridtracer analysiert. Niederschlag und Bodensubstrat beeinflussten die Tiefenverlagerung entscheidend. Auf grundwasserfernen Standorten wurde Cl auf einigen Standorten deutlich tiefer verlagert als nach dem piston-flow-Konzept (DBG, 1992) erwartet. Die aus der Tiefenverlagerung geschätzten "effektiven Feldkapazitäten" waren in Abhängigkeit von der Bodenart wesentlich geringer als bekannte Richtwerte. Hauptursache sind lokal abweichende Feldkapazitäten und der bevorzugte Fluss in gröberen Poren. Bei Reinsanden unter Gras und Acker entsprach die Verlagerung von Cl etwa der Modellvorstellung. Die zu erwartenden mittleren jährlichen Stickstoffausträge aus der Wurzelzone der Messstellen lagen bei Acker bei ca. 18 kg/ha, bei Gras bei ca. 12 kg/ha und bei Brache und Wald < 3 kg/ha.