Titel
Ion release in the C horizon of a forest soil triggered by Carbonic Acid
Paralleltitel
Die Bedeutung der Kohlensäure für die Ionenfreisetzung aus dem Cv-Horizont eines Waldbodens
Verfasser
Erscheinungsjahr
2003
Illustrationen
25 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200099787
Quelle
Abstract
Mit einer neu entwickelten Perkolationsapparatur wurde die langfristige Ionenfreisetzung aus einem Cv-Horizont einer Braunerde aus Paragneis untersucht. Die Perkolation fand mit natürlich gelagerten Bodenproben bei einer Wasserspannung nahe der Feldkapazität und gleichzeitiger Kontrolle der CO2-Konzentration in der Bodenluft statt. Bei CO2-Partialdrücken von 0,001, 0,01 und 0,1 bar und pH-Werten von 5,7, 4,9 und 4,5 im Perkolat wurden Kationenfreisetzungsraten von 3,0, 8,5 und 12,3 kmolc a®Ü ha®Ü gemessen (bei 1 m Bodentiefe und 800 mm Sickerung). Bei einem CO2-Partialdruck von 0,001 bar konnte aus der gemessenen Ionenfreisetzung eine Verwitterungsrage von 0,5 kmolc a®Ü ha®Ü berechnet werden, da (1) überlagernde Auflösungen nichtsilikatischer Festphasen mit Hilfe ihrer Anionen identifiziert werden konnten und (2) eine Netto-Kationenfreisetzung durch Austauschprozesse auszuschließen war. Die analog berechnete Verwitterungsrate bei einem bodentypischen CO2-Partialdruck von 0,01 bar war um das 5-10fache höher als die Werte, die meist in der Literatur genannt werden. Dies könnte folgende Ursachen haben: (1) Die Berücksichtigung von bodenlufttypischen CO2-Partialdrücken in unseren Experimenten, (2) standörtlich bedingte Besonderheiten, wie hohe Anteile an leicht verwitterbaren Primärmineralen und/oder der Reichtum an wassererreichbaren Oberflächen im stark verwitterten Grobboden und (3) die mengenmäßig zwar geringfügigen, jedoch nicht vollständig auszuschließenden, parallel stattfindenden Austauschreaktionen.