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  • Titel
    Stoffhaushaltsprognosen - Planungsballast für den Forstbetrieb? : Unter Berücksichtigung von Critical Loads
  • Paralleltitel
    Nutrient Budget Prognosis - Unnecessary Management Tool for Forest Enterprises?
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Illustrationen
    19 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200099136
  • Quelle
  • Abstract
    Die Forst- bzw. Waldwirtschaft hat seit ihren Anfängen mit Prognosen bzw. Modellen gearbeitet. Erste Modelle, wie z.B. das Flächenfachwerk der Niederwaldwirtschaft, dürften dabei auf Erfahrungswissen beruht haben. Ziel von Prognosen war und ist, die Versorgung der Menschen mit Holz und anderen Produkten aus dem Wald langfristig zu gewährleisten. Ende des 18. Jahrhunderts erkannte man, dass die Leistungsfähigkeit der Wälder von der Ausprägung der Standortmerkmale, insbesondere des Bodens, abhängt und eine stetige, gleichmäßige Nutzung des Waldes nur möglich ist, wenn die Biomasse- bzw. Nährstoffentzüge nicht größer sind als die jährlichen Zuwächse bzw. die "nachschaffende Kraft" der Standorte. Erste Stoffhaushaltsmodelle wurden Anfang des 20. Jahrhunderts entworfen. Sie und auch deren Methodik wurde bzw. wird laufend weiterentwickelt. Derzeit besteht zum einen die Möglichkeit, den Sotffhaushalt von Wäldern messend zu verfolgen und zum anderen die Möglichkeit mit EDV gestützten Modellen Prognosen über den Stoffhaushalt von Wäldern zu erstellen. Jedoch haben Ergebnisse von Stoffhaushaltsprognosen bisher kaum Eingang in die forstliche Praxis gefunden. Damit dies sich ändert, müssen Stoffhaushaltsprognosen bestimmte Kriterien erfüllen. Am Beispiel des im umweltpoltischen Raum angewandten Konzeptes der Critical Loads wird überprüft, warum es in der forstlichen Praxis bisher kaum Bedeutung erlangt hat. Dabei stellt sich heraus, dass im Rahmen dieses Konzeptes erarbeitete Karten die tatsächlichen Gegebenheiten im Wald unplausibel bzw. falsch abbilden. Dadurch ist der Erkenntnisgewinn für den praktischen Forstbetrieb gering. Wie der Stoffhaushalt für Wälder mit Hilfe neuer Verfahren der forstlichen Standorterkundung flächendeckend realitätsnah beschrieben werden kann, wird abschließend ausgeführt.