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  • Titel
    Untersuchungen über den immergrünen Buchsbaum (Buxus sempervirens L.) in Nordwestanatolien (Türkei): ein Beitrag zur Erhaltung der biologischen Artenvielfalt und zum Naturschutz
  • Paralleltitel
    Examination of box (Buxus sempervirens L.) in Northwest Anatolia, Turkey: a contribution for the preservation of biological diversity and nature conservation = Recherche sur le Buis commun (Buxus sempervirens L.) dans le nord-ouest de l'Anatolie (Turquie): une contribution à la protection de la nature et au maintien de la biodiversité
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2003
  • Illustrationen
    24 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    629
  • Datensatznummer
    200098649
  • Quelle
  • Abstract
    Nach einer über tausendjährigen Nutzung der Wälder der Türkei stocken gegenwärtig die grössten naturnahen Bestände im Nordwesten des Landes. Die naturnahen Mischbestände weisen jedoch auf grosser Fläche eine anthropogen veränderte Strauchflora auf. Einige Sträucher sind aufgrund forstlicher Massnahmen auf einer grösseren Fläche verbreitet, als es den natürlichen Gegebenheiten entspricht. Andere dagegen, wie auch der Buchsbaum, wurden sehr stark zurückgedrängt und geplündert. Darum wurde diese Pflanzenart als Beispiel ausgewählt, um ökologische, biologische und waldbauliche Untersuchungen durchzuführen. Im Rahmen der Untersuchung wurden auch Richtlinien über die allgemeinen Voraussetzungen sowie die praktische Durchführung von Naturschutz- und Pflegemassnahmen erstellt. Besondere Aufmerksamkeit wurde zudem auf die Verjüngungsökologie des Buchsbaums (ansamungsgünstige Kleinstandorte, Strahlungsintensität für Keimung, Sameneigenschaften, Frucht) sowie dessen Wurzelsystem und Standortsansprüche (Boden) gelegt. Anhand der Ergebnisse wurde der immergrüne Buchsbaum als "K-strategisch" eingeordnet. Die Unwissenheit um seine Eigenschaften und eine falsche Waldwirtschaft brachten den Buchsbaum in der Türkei auf die Rote Liste. Wenn die Ideen einer naturnahen Waldwirtschaft umgesetzt werden sollen, muss auch die grosse ökonomische und ökologische Bedeutung der Sträucher anerkannt werden. Sie dürfen nicht nur in der Theorie, sondern müssen auch in der forstlichen Praxis wieder stärker an den Sukzessionsphasen im Wald beteiligt werden, in denen sie von Natur aus vorkommen.