Titel
Ektomykorrhizen und Feinwurzeln von Testpflanzen der Fichte als Indikator fuer Standortsqualitaet und Verjuengungspotential in Waldschadensgebieten
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
31 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
10627
Datensatznummer
200098164
Quelle
Abstract
In den Waldschadensgebieten Boehmerwald, Gleingraben und am Gaisberg wurden an 8 Standorten Versuche mit nicht mykorrhizierten Testpflanzen (1-jaehrige Fichtensaemlinge, HIKO Anzuchtsystem) durchgefuehrt. Nach 20 Wochen wurden fuer Pflanzen an Standorten des Boehmerwaldes und Gleingraben ein EMC Besatz zwischen 1307 und 1587 festgestellt. Die Schaedigungsrate betrug zwischen 30 und 42 Prozent. Die Schaeden wurden als Frasschaeden identifiziert und waren trotz grossraeumiger Distanz der Waldschadensgebiete identisch. Am Gaisberg ergaben sich grosse Unterschiede zwischen der Standortsgruppe ueber Karbonatgestein und der Standortsgruppe ueber Gosaukonglomerat. Schaeden von EMC und FW der letztgenannten Standortsgruppe sind weniger deutlich zu charakterisieren, da es sich um Veraenderungen der Wuchsform und mehr oder weniger auffaellige Reduktionen der Pilzkomponenten handelt. Ungewoehnliche Wuchsformen in Verbindung mit einer auffallenden Reduktion von FW koennen als Indikator fuer Instabilitaet eines Waldoekosystems angesehen werden. Die Vitalitaetsbewertung und die Anzahl von EMC Typen entsprechen den Schadbildern. Die Versuche haben ein Ausmass von Schaeden im Wurzelbereich aufgezeigt, das weder durch Analysen von Boeden oder oberirdischen Pflanzenorganen deutlich gemacht werden kann. Sie haben die schlechte Qualitaet der meisten Standorte dieser Waldschadensgebiete aufgezeigt und begruenden auch eine schlechte Prognose fuer die Entwicklung von Naturverjuengung und fuer aufgeforstete Pflanzen und zeigen die Notwendigkeit von Sanierungsmassnahmen auf.