Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Parasitenbelastung von Rehwild (Capreolus capreolus L.) aus benachbarten Revieren mit unterschiedlich starkem Erholungsverkehr
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Illustrationen
    10 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8032
  • Datensatznummer
    200097815
  • Quelle
  • Abstract
    Im Zeitraum von 1988 bis 1996 wurde die Parasitenbelastung von insgesamt 205 Rehen aus drei benachbarten Bereichen (Koenigsforst, n=100; Wahnerheide, n=82; Roettgen, n=23) untersucht, die in stark unterschiedlichem Ausmass durch menschliche Stoerungen beeintraechtigt sind. Das Ausmass der stoerungsbedingten Lebensraum-Einschraenkung war im Koenigsforst, einem intensive genutzten Naherholungsgebiet, am groessten, waehrend das fuer die Oeffentlichkeit nicht zugaengliche Gatterrevier Roettgen die geringste Stoerungsintensitaet aufwies. Eine deutliche Einschraenkung des nutzbaren Lebensraumes wurde auch fuer das Rehwild aus dem Bereich Wahnerheide festgestellt. Frequenz und Intensitaet der Parasitierung waren bei den Rehen aus dem Koenigsforst am hoechsten, waehrend das Roettgener Rehwild am wenigsten parasitiert war. Signifikante Unterschiede im Befall mit Magen- und Darmparasiten wurden zwischen den Stichproben aus Roettgen und Koenigsforst (p< 0,01) sowie Roettgen und Wahnerheide (p< 0,05) festgestellt (Mann-Whitney U-Test). Beim Lungenwurmbefall wurde ebenfalls eine (statistisch nicht signifikante) geringere Belastung des Roettgener Rehwildes festgestellt. Unsere Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass eine stoerungsbedingte Einschraenkung des nutzbaren Lebensraumes und eine daraus resultierende Zusammenballung von Rehwildbestaenden in wenigen Einstandsbereichen eine verstaerkte Parasitierung zur Folge hat.