Titel
Soil nutrient supply and biomass production in a mixed forest on a skeleton-rich soil and an adjacent beech forest
Paralleltitel
Bodennährstoffangebot und Biomasseproduktion in einem Mischwald auf einem stark skeletthaltigen Standort und in einem benachbarten Buchenwald
Verfasser
Erscheinungsjahr
2002
Illustrationen
32 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200096395
Quelle
Abstract
In den natürlichen Waldgesellschaften Mitteleuropas dominiert die Buche (Fagus sylvatica L.) über ein weites Spektrum an bodenchemischen Standortsbedingungen. Eine Ausnahme in Bezug auf die Buchendominanz bilden stark skeletthaltige Standorte, wie etwa Blockhalden, wo bis zu 10 Laubbaumarten gemeinsam vorkommen. In solch einem Tilia-Fagus-Fraxinus-Acer-Ulmus-Wald und einem benachbarten Buchenreinbestand haben wir (1) die Bodennährstoffvorräte und Stickstoffmineralisationsraten, (2) den Blattnährstoffstatus und (3) die Blattproduktion und die Stammzuwachsraten vergleichend untersucht, um die Beziehung zwischen den Bodenbedingungen und der Baumartenzusammensetzung zu charakterisieren. In dem Mischwald fanden wir nur eine geringe Menge an Feinboden (35 g 1®Ü), die sich in Taschen zwischen den Basaltsteinen befand, wohingegen ein signifikant (P < 0.05) höherer Gehalt an Feinboden (182 g 1®Ü) in dem Buchenwald vorhanden war. In den Bodentaschen des Mischwaldes waren die C- und N-Konzentrationen und auch die Konzentrationen an austauschbar gebundenem K, Ca und Mg signifikant höher als im Buchenwald. Die Netto-N-Mineralisation pro Gewichtseinheit im Mischwald überstieg diejenige im Buchenwald um den Faktor 2,6. Wegen der unterschiedlichen Anteile an Feinboden und Skelett waren der volumenbezogene K-Vorrat und die volumenbezogene N-Mineralisationsrate im Mischwald (52 kg N ha®Ü yr ®Ü, 0-10 cm Tiefe) geringer als im Buchenwald (105 kg N ha®Ü yr®Ü). Die Blattnährstoffgehalte von Buchen unterschieden sich zwischen den beiden Beständen nicht signifikant, was darauf hinweist, dass die Pflanzenernährung nicht beeinträchtigt war. Der herbstliche Blattstreufall (11%) und die Zuwachsraten der Stammquerflächen (52%) waren im Mischwald geringer als im Buchenwald. Im Vergleich mit dem benachbarten Buchenwald wies der Mischwald somit einen geringen Gehalt an sehr ungleichmäßig verteiltem, nährstoffreichen Boden, geringere volumenbezogene K-Vorräte und N-Mineralisationsraten und geringe Stammzuwächse auf. Gemeinsam mit anderen Faktoren, wie etwa der Wasserverfügbarkeit, könen diese Muster zu einer Erklärung der Baumartenvielfalt auf mitteleuropäischen Blockstandorten beitragen.