Titel
Wachstum von Pinus oocarpa, Quercus resinosa und Clethra rosei in Abhängigkeit von Reliefparametern in Westmexiko
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
12 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2754
Datensatznummer
200095639
Quelle
Abstract
Gegenstand der Untersuchung ist ein Eichen/Kiefern-Waldgebiet, das im Hochland Westmexikos auf 1500m ue.NN gelegen ist. Im Vordergrund des Interesses stehen Rhythmik und Jahresleistung des Dickenzuwachses. An je 40 Probebaeumen der Hauptbaumarten Quercus resinosa, Pinus oocarpa und Clethra rosei wurden im 14taegigen Rhythmus ueber ein Jahr hinweg Messungen der Durchmesserzunahme mit dem Arnberg-Mikrodendrometer durchgefuehrt. Die Auswertung der wichtigsten dendrometrischen Merkmalen ergab, dass die Suedhangbaeume im Mittel kuerzer, dicker und abholziger sind als die Nordhangbaeume. Als Resultat der Mikrodendrometerstudie ist festzuhalten, dass der Beginn des Dickenzuwachses eng an den Anfang der Regenzeit im Juni des Jahres 1993 gekoppelt war. Die Initialphase ist bei allen drei Arten durch einen steilen Anstieg der Zuwachsleistung gekennzeichnet, die bei Quercus resinosa bereits im September, bei Pinus oocarpa im Oktober und bei Cleithra rosei erst nach mehreren Monaten Trockenzeit zum Erliegen kommt. Die suedexponierten Baeume zeigten eine groessere Dickenzuwachsleistung als die nordexponierten. Auf den Hektar bezogen, waren Kreisflaechen und Volumenzuwachs allerdings am Nordhang hoeher als Suedhang, weil die Stammzahl pro ha in Nordexposition deutlich groesser war. Obwohl in den Randtropen gelegen und von der absoluten Niederschlagsmenge her nicht marginalen Klimaverhaeltnissen zuzuordnen, ist der Zuwachs mit 1,0 Vfm/ha/J. am Suedhang und 1,4 Vfm am Nordhang erstaunlich gering, was nur mit einer vergleichsweise angespannten Wasserhaushaltslage erklaert werden kann. Den Reliefeinfluessen auf Durchmesserzuwachs und Formigkeit, die aus einem relativ kleinen Probebaumkollektiv hergeleitet worden waren, wurde in einer GIS-gestuetzten Zusatzstudie nachgegangen, in der die Einstrahlungssituation aus dem jeweiligen Sonnenstand in Verbindung mit den vorkommenden Hangneigungen quantifiziert und mit den Ergebnissen einer Waldinventur im Untersuchungsgebiet verknuepft wurde.