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  • Titel
    Wirkung der Kippenaufforstungen auf den Wasser- und Stoffhaushalt in Bergbaufolgelandschaften des Lausitzer Braunkohlereviers : Praxiskolloquium : Funktionen des Waldes und Aufgaben der Forstwirtschaft in Verbindung mit dem Landschaftswasserhaushalt
  • Paralleltitel
    Effect of afforestation on water and element turnover of post-mining landscapes in the Lusatian Lignite Mining District
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    39 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14039
  • Datensatznummer
    200095295
  • Quelle
  • Abstract
    Als Folge umfangreicher Kippenaufforstungen lässt sich für die Bergbaufolgelandschaften des Lausitzer Braunkohlereviers in den nächsten 30 Jahren eine deutliche Abnahme der mittleren Grundwasserneubildungsrate sowie sickerwassergebundenen Stoffströme prognostizieren. Entspricht die Tiefensickerung unter Wald zum Zeitpunkt der Bestandesbegründung noch derjenigen von Offenlandstandorten, so fällt sie im Zuge der hohen Biomasseproduktion binnen 30 Jahren von rund 45 % auf < 10 % des Niederschlags ab. Verwitterungsintensive, stark pyritschwefelhaltige Tertiärsubstrate weisen initial extrem hohe H-, Al-, Fe-, Ca-, Mg-, NH4-N- sowie SO4-S-Austräge auf. Mit zunehmendem Bestandesalter verringern sich zwar die Auswaschungsraten, jedoch bleibt die ökosystemare Flussbilanz langfristig negativ (Eintrag < Austrag). Die auf pyritschwefelfreien Quartärsubstraten stockenden Kippenwälder speichern hingegen von Beginn der Ökosystementwicklung an H, Al und Fe. Rückläufige Sickerraten führen dort bei Ca, Mg sowie SO4-S zu einer ausgeglichenen Flussbilanz. Während in Jungbeständen nach praxisüblicher NPK-Startdüngung unabhängig des Substrats ein hoher NO3-N-Bilanzüberschuss auftritt, wirken die Systeme ab dem Dickungsalter für N, aber auch P und K als Senke. Dies geht mit der Etabilierung ökosystemarer Stoffkreisläufe einher.