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  • Titel
    Wuchsleistungen mikrovermehrter hessischer Wildkirschen-Selektionen
  • Paralleltitel
    Growth Performance of Micropropagated Hessian Wild Cherry Selections
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    9 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    4354
  • Datensatznummer
    200094066
  • Quelle
  • Abstract
    Durch die Zusammenarbeit von Forstpflanzenzüchtern und Biotechnologieunternehmen können mit Hilfe verbesserter Mikrovermehrungstechniken schon heute die Massenvermehrung und der Vertrieb einer Wildkirschen-Mehrklonsorte realisiert werden. Ab 2003 gestattet das Forstvermehrungsgutgesetz die Zulassung und weitere vegetative Vermehrung von Klonen und Klonmischungen nur unter der Kategorie "Geprüft". Erste Prüfungsergebnisse zeigen überlegene Form und eindrucksvolle Wuchsleistungen der mikrovermehrten Klone, so dass auch in naher Zukunft aus dem Bestand des in hessichen und niedersächsischen Forstgenbanken vorhandenen Materials wertvolle Klone erwartet werden können, wenn die In-vitro-Vermehrung und die anschließenden Klonprüfungen fortgeführt werden. Dem von Namkoong (1984) formulierten Konzept (Multiple population breeding concept) folgend, kann bei Verwendung von 50 genetisch unterschiedlichen Individuen in den folgenden Generationen eine Inzuchtrate von weniger als 1 % erwartet werden. Somit würde eine Mehrklonsorte mit 50 Klonen sich auch als Gründerpopulation eignen. Die Begründung zahlreicher Subpopulationen mit einer Mehrklonsorte könnte auch zur Erhöhung des Laubbaumanteiles beitragen. Bandenmuster (Fingerprints), die mittels DNA-Analytik erzeugt werden, können zur Klonidentifikation genutzt werden. Über die Vergabe klonspezifischer Etiketten an den Vermehrer hätte der Züchter die Möglichkeit, die erzeugte Menge einzelner Klone zu kontrollieren. Der forstlichen Praxis ist gerade bei pflegeaufwändigen Kulturen nur mit dem wüchsigsten Material bester Form gedient. Die Wüchsigkeit der in vitro vermehrten Klone lässt auf den meisten Flächen eine Erweiterung des Pflanzverbandes zu. Dies bedeutet sowohl eine Reduzierung der Pflanzkosten bei der Anlage von Kulturen als auch eine Verringerung der Pflegekosten. Mit den beschriebenen Wildkirschen-Klonen kann Wertholzqualität bei einem jährlichen Durchmesserwachstum von 10 mm erzeugt werden, vorausgesetzt die notwendige Aufästung erfolgt konsequent und rechtzeitig.