Titel
Einfluss des Baumartenwechsels auf die Wasserspeicherfähigkeit von sandigen Böden Nordost-Brandenburgs
Paralleltitel
Effects of Tree Species Variation on Water Retention Capacity of Sandy Luvisols in North-East Brandenburg
Verfasser
Erscheinungsjahr
2002
Illustrationen
40 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4354
Datensatznummer
200094057
Quelle
Abstract
Im Kontext der Modellierung des Landschaftswasserhaushalts und einer effektiveren Hochwasserprävention in Flusseinzugsgebieten wird die Bedeutung der Baumart für den Bodenwasserhaushalt, u.a. für die Wasserkapazität, forstlich genutzter Böden untersucht. Die ökologischen und bodenhydrologischen Effekte des Waldumbaus von Kiefernforstökosystemen in Buchen-Kiefern-Mischbestände im Nordostdeutschen Tiefland stehen im Mittelpunkt der Untersuchungen. Da die Wasserkapazität eines Bodens mit dem Gehalt an organischer Bodensubstanz korreliert, kommt insbesondere auf sorptionsarmen Sandböden der organischen Substanz als Speicher für Nährelemente und Wasser eine besondere Bedeutung zu. Die Baumarten beeinflussen unmittelbar den Humushaushalt, wodurch sie wiederum Einfluss auf die Wasserkapzität des Bodens haben. Nach Waldumbaumaßnahmen konnten eine Abnahme der Auflagehumusmächtigkeit und ein Humusformenwandel beobachtet werden. Bodenhydrologische Größen, wie die Wasserspeicherkapazität, werden im Hinblick auf den Wasserrückhalt langfristig verändert. Es zeigt sich, dass der humose Oberboden unter Buchenreinbestand, als ein mögliches Ziel des Waldumbaus, zwar genauso viel Wasser speichert wie der Ausgangszustand mit reiner Kiefer. Die Mischbestandsstadien in der mehrere Jahrzehnte andauernden Umbauphase stellen jedoch mit Blick auf die angestrebte Hochwasserprävention sehr ungünstige Bestandesstrukturen dar, in denen die Wasserspeicherkapazität herabgesetzt und der Benetzungswiderstand erhöht ist.