Titel
Mehrebenenanalyse in der Holzforschung am Beispiel der Modellierung der Astdurchmesser in verschiedenen Stammhöhen am Fichtenrundholz in Abhängigkeit von Standraum und Brusthöhendurchmesser
Paralleltitel
Multilevel analysis in wood research - modelling the branchiness over several stem sections in roundwood of Norway spruce influenced by spacing and dbh
Verfasser
Erscheinungsjahr
2002
Illustrationen
1 Abb., 32 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
2754
Datensatznummer
200093666
Quelle
Abstract
Äste im Stamm haben den entscheidenden Einfluss auf die Holzqualität des aus diesen Bäumen entnommenen Schnittholzes. Äste bilden damit das Verbindungsglied zwischen Holzqualität und waldbaulicher Behandlung, hier Standraum und BHD, wobei verschiedene Hierarchieebenen der Daten zu berücksichtigen sind: Ebene 1, Stammabschnitte, Ebene 2, Bäume und Ebene 3, Bestände/Kollektive. Mittels des statistischen Verfahrens der Mehrebenenanalyse sollen die Einflüsse von Standraum und BHD auf die Variabilität der Kurven der maximalen Astdurchmesser über die Stammabschnitte (11 Abschnitte) von n = 148 Bäumen aus 10 Kollektiven unterschiedlichen Standraums (engständig, weitständig, randständig) erklärt werden. 48,4 % der Gesamtvariabilität der Astdurchmesser gehen auf Ebene 1 zurück. 9,8 % auf Ebene 2 und 41,8 % auf Ebene 3. Durch ein allgemeines polynomiales Modell 2. Grades in Abhängigkeit von der Höhe des Stammabschnittes lässt sich die Variabilität der Astdurchmesser auf Ebene 1 zu 70,6 % erklären. Der hohe Erklärungsbeitrag des BHD auf der Ebene 2 "Bäume" und der des Standraums auf Ebene 3 "Bestände" lässt sich im Rahmen der Mixed-effects-Modelle nutzen, mittlere Astdurchmesserverläufe für die Bestände und Astdurchmesserverläufe für die Bäume zu simulieren. Dieses Modell schließt eine Lücke zwischen Waldbau und Holzqualität.