Titel
Initial soil development in lignite ash landfills and settling ponds in Saxony-Anhalt, Germany
Paralleltitel
Initiale Bodenbildung in Braunkohlenaschedeponien und Spülteichen in Sachsen-Anhalt
Verfasser
Erscheinungsjahr
2002
Illustrationen
24 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200093249
Quelle
Abstract
Für die vorliegende Untersuchung wurden 5 Flächen ausgewählt, die aus Braunkohlenaschesubstraten unterschiedlichen Alters (5-30 Jahre) und unterschiedlicher Deponierungsart (Verkippung und Verspülung) bestehen. Anhand dieser Beispiele werden die durch Verwitterung induzierten Veränderungen der Aschen beschrieben. Die Böden auf den Untersuchungsflächen haben folgende Eigenschaften: sehr niedrige Lagerungsdichten (< 0,85 g cm®ß), hohe Gips- (maximal 27%) und CaCO3-Gehalte (maximal 46%), hohe pH-Werte (7-9), sehr hohe Gehalte organishcer Substanz (ungefähr 20%) und hohe Gehalte oxalatlöslischer Verbindungen aus Si, Al und Fe. Diese Bodeneigenschaften beruhen auf der Zusammensetzung der Ausgangskohlen und deren Verbrennungsbedingungen. Aschesubstrate stehen zum Zeitpunkt ihrer Deponierung nicht im Gleichgewicht mit ihrer Umwelt. Aus diesem Grund setzen unter natürlichen Witterungsbedingungen Verwitterungsprozesse sehr schnell ein. Typische Merkmale beginnender Verwitterung sind Entgipsung und Decarbonatisierung der Oberböden. Trotz niedriger Gehalte an pflanzenverfügbarem P und K und hoher pH-Werte sind die Untersuchungsflächen von einer Ruderalvegetation besiedelt, die bereits zu einer Anreicherung pedogener organischer Substanz geführt hat. Die C : N-Verhältnisse nehmen mit der Tiefe zu, was auf die Zufuhr organischer Substanz mit engen C : N-Verhältnissen zurückzuführen ist, während im Unterboden Braunkohle mit einem C : N-Verhältnis > 100 dominiert.