Titel
Befall, Ausbreitung und Generationenzahl der Roßkastanien-Miniermotte Cameraria ohridella DESCHKA & DIMIC im Bonner Raum
Paralleltitel
Infestation, Distribution and Number of Generations of the Horse-Chestnut Leafminer Cameraria ohridella DESCHKA & DIMIC in the Area of Bonn, Germany
Verfasser
Erscheinungsjahr
2002
Illustrationen
20 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200092625
Quelle
Abstract
Nach der Verschleppung der Roßkastanien-Miniermotte, Cameraria ohridella DESCHKA & DIMIC (Lep., Gracillariidae), vom Balkan nach Mitteleuropa gegen Ende der achtziger Jahre hat diese eine enorme Verbreitung erlangt und ist mittlerweile in weiten Teilen Mittel- und Westeuropas sowie im Baltikum verbreitet. Mit dem Erreichen des Rheinlandes 1997 hat die aus dem kontinentalen Klimabereich stammende Miniermotte nun ein neues Klimagebiet erreicht. Der erst nur an wenigen Orten beobachtete Schädling wurde bereits 1998 an 69,7% der untersuchten weißblütigen Bäume festgestellt, wobei 41,3% aller Bäume mit 0-10% nur schwach befallen waren. Im Jahr 1999 konnten gänzlich unbefallene Bäume nicht mehr festgestellt werden und es trat nur bei 19,3% aller Bäume noch ein leichter Befall unter 10% auf. Der Befall verstärkte sich im Jahr 2000 erneut erheblich und gegen Ende August wiesen über 72,5% aller Bäume eine stark geschädigte Blattfläche von mehr als 75% auf. Die Ausbreitung erfolgte zunächst 1998 entlang der Hauptverkehrsstraßen, Autobahnen sowie Bahnlinien und erreichte im Jahr 2000 einen flächendeckenden Massenbefall mit einem ausgeprägten Blattverlust bereits im August im gesamten Stadtgebiet. C. ohridella entwickelte sich in allen drei Jahren vollständig in drei Generationen im Bonner Raum.