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  • Titel
    Der Waldzustand in Europa
  • Paralleltitel
    Forest Condition in Europa
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Illustrationen
    62 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    3470
  • Datensatznummer
    200092390
  • Quelle
  • Abstract
    Als Reaktion auf eine großflächige Verschlechterung des Waldzustandes in Europa wurde Anfang der achtziger Jahre die europaweite Waldzustandserfassung der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE) und der Europäischen Union (EU) ins Leben gerufen. Mit ca. 6000 Flächen zur großräumigen Überwachung (Level I) und 860 Intensivuntersuchungsflächen (Level II) handelt es sich heute um eines der weltweit größten Biomonitoringprogramme. Die Ergebnisse von mittlerweile 15 Jahren Waldzustandserfassung zeigen, dass Bestandesalter, Witterungsextreme, biotische Schadfaktoren wie Insekten- und Pilzbefall, Standortfaktoren und anthropogene Einflüsse wie Luftschadstoffeinträge sowie deren gegenseitige Wechselwirkungen die maßgeblichen Einflüsse auf den Kronenzustand darstellen. Diese Stressfaktoren wirken räumlich und zeitlich unterschiedlich und bedingen eine hohe Variabilität des Waldzustandes für verschiedene Regionen und Arten in Europa. Für vier Hauptbaumarten (-gruppen) wurde eine durchschnittliche Zunahme des Nadel-/Blattverlustes festgestellt, die bis Ende der neunziger Jahre v.a. für Fagus sylvatica L. und Quercus robur L. sowie Quercus petraea Liebl. besorgniserregend war. Diese Arten werden daher anhand der Literatur speziell beleuchtet. Von den beschriebenen Schadfaktoren haben die Luftschadstoffe eine besondere Bedeutung, denn obwohl direkte statistische Zusammenhänge zum Nadel-/Blattverlust relativ schwach sind, zeigen verschiedene Auswertungen ganz deutlich deren großflächig negative Auswirkungen auf den Bodenzustand. Die Daten und Ergebnisse sind heute auch für fost- und umweltpolitische Fragestellungen in den Bereichen Biodiversität, nachhaltige Forstwirtschaft und Klimaänderung von Bedeutung.