Titel
Wundreaktionen und Pilzbefall im Holzkörper nach Resistograph- und Zuwachsbohrer-Einsatz zur Baumuntersuchung im Bereich von Fäulen
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
12 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
14560
Datensatznummer
200090871
Quelle
Abstract
Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden an zehn Linden und einer Platane die Wundreaktionen und der Pilzbefall an den Bohrkanälen von Zuwachsbohrer und Resistograph M 300 untersucht. Hierbei wurden die Bohrungen, wie in der Baumkontrollpraxis üblich, an Bäumen mit Fäulen im Stamminneren vorgenommen. Nach zehn Monaten Versuchsdauer waren die Verfärbungen nach Einsatz des Zuwachsbohrers stets länger als nach Anwendung des Resistographen. Weiterhin nahm die Verfärbungslänge mit zunehmender Stammtiefe zu. Das verfärbte Gewebe um die Bohrkanäle herum war mit verschiedenen Mikroorganismen, teilweise auch mit holzzerstörenden Pilzen besiedelt. Weiterhin wurde geprüft, welche Auswirkungen ein mehrfaches Bohren in Bereichen geringer Restwandstärke hat, wie es bei Nachuntersuchungen häufig geschieht. Hierzu wurden insgesamt zehn Bohrungen mit dem Resistrographen in ein 10 x 10 cm großes Feld gesetzt. Es zeigte sich, dass sich bei geringen Abständen der Bohrungen zueinander in größerer Stammtiefe weiträumige, gemeinsame Verfärbungen bilden. Für die Baumkontrollpraxis bedeuten die Ergebnisse, auf Bohrungen möglichst zu verzichten und, wenn bohrende Verfahren notwendig sind, diese möglichst sparsam einzusetzen. Insbesondere ein mehrmaliges Anbohren von Bereichen mit geringer Restwandstärke innerhalb kurzer Zeiträume sollte unterbleiben.