Titel
Radioaktivitaetsmessungen in Oesterreich 1990 und 1991. Daten und Bewertung
Körperschaft
Erscheinungsjahr
1994
Illustrationen
76 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
9725
Datensatznummer
200089895
Quelle
Abstract
In Oesterreich obliegt aufgrund des Strahlenschutzgesetzes dem Bundesministerium fuer Gesundheit, Sport und Konsumentschutz die grossraeumige Ueberwachung auf radioaktive Kontaminationen des Bundesgebietes. Dazu wird einerseits in einem On-line-Messystem mit automatischer Datenuebertragung an 336 Orten die Gamma-Ortsdosisleistung ueberwacht, andererseits wird ueber Probennahmen und Untersuchungen im Labor der Radionuklidgehalt diverser Medien wie Luft, Niederschlaege, Oberflaechenwaesser, Lebensmittel etc. bestimmt. Zusaetzliche Schwerpunktprojekte dienen der besseren zeitlichen bzw. regionalen Erfassung einzelner Komponenten der grossraeumigen Kontamination. Der vorliegende Bericht umfasst die Ergebnisse der Ueberwachungstaetigkeit in den Jahren 1990 und 1991. Die Bewertung dieser Untersuchungen und anderer Daten in bezug auf die durchschnittliche Strahlenbelastung der oesterreichischen Bevoelkerung ist fuer das Jahr 1991 in der folgenden Abbildung in zusammengefasster Form dargestellt. (Abbildung). Es ist ersichtlich, dass der Hauptanteil der Effektivdosis durch die natuerliche Strahlenexposition gegeben ist, wobei die Inhalation von Radon in Innenraeumen den groessten Beitrag darstellt. Der Anteil an der Gesamtdosis, der aus den Auswirkungen des Reaktorunfalls von Tschernobyl auf das oesterreichische Staatsgebiet resultiert, war in den Jahren 1990 und 1991 im Vergleich dazu geringfuegig.