Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Multifunktionale Waldinventur am Beispiel Stand Montafon-Forstfonds
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2002
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    11791
  • Datensatznummer
    200089835
  • Quelle
  • Abstract
    Obwohl in diesem Projekt vorab nur die terrestrische Stichprobeninventur umgesetzt werden soll, ist diese jedoch nur als Teil eines umfassenderen Inventur- bzw. Monitoringkonzeptes zu sehen. Die Erfassung der Multifunktionalität des Waldes erfordert eine gewisse methodische Neugestaltung der herkömmlichen Inventurpraxis. Zum einen kommen auf Grund der thematischen Bandbreite etliche neue Aufnahmeparamter hinzu, was den Aufwand deutlich erhöht. Zum anderen gibt es Merkmale auf Landschaftsebene wie beispielsweise die Strukturvielfalt zwischen Wald und waldoffenen Lücken, die sich mittels herkömmlicher Inventurverfahren nur beschränkt messen lassen. Das langfristige übergeordnete Monitoring-Konzept stützt sich neben der minimierten terrestrischen Stichprobenaufnahme auf flächendeckende digitale Ortho-Bilder (Luft- und Satellitenbilder) und hochauslösende digitale Oberflächen, wie sie das Laserscanning liefert. Während die terrestrischen Stichproben v.a. abgesicherte Aussagen über das Gesamtgebiet zulassen, liegt die Stärke der hochauflösenden Fernerkundungs-Daten im lokalen Detail. Gerade für die Abteilung von Merkmalen wie Mischung, Kronenschlussgrad, Entwicklungsstufe oder landschaftsökologischer Strukturindizes scheinen Orthobilder prädestiniert. Neben digitalen Orthophotos kommen für diese Zwecke in Zukunft wahrscheinlich auch immer mehr hochauflösende Satellitendaten in Frage. Obwohl die Methoden der digitalen Klassifikation bisher noch nicht den Standards genügen, die von der Forstpraxis gestellt werden, zeichnen sich auch hier für die Zukunft aussichtsreiche Entwicklungen im Bereich der halbautomatischen und automatischen Bildauswertung ab. Mit Hilfe von Laserscanning-Verfahren können exakte Geländeroberflächen erstellt, Baumhöhen gemessen und auch die vertikale Struktur abgebildet werden. In naher Zukunft könnte dieses Verfahren auch in der Waldinventur zu erschwinglichen Preisen verfügbar sein. Das wohl größte Potential zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung liegt aber in der Kombination von Stichprobeninventur und Fernerkundung. Auf diese Weise könnten die mittels Stichproben im Feld erhobenen Parameter unter Verwendung von Orthobildern bzw. Laserscanning-Daten anhand von praxistauglichen geostatistischen Schätzmodellen auf die gesamte Fläche extrapoliert werden.