Titel
Moeglichkeiten einer regionalen Prognose in Faellen grossraeumiger Verstrahlung basierend auf dem Modell ECOSYS. Endbericht Oktober 1989. Zl. 753.004/14/1987
Verfasser
Erscheinungsjahr
1991
Illustrationen
41 Abb., 18 Tab., 6 Anh., 26 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
9725
Datensatznummer
200089810
Quelle
Abstract
Das von GSF Muenchen entwickelte radiooekologische Modell ECOSYS-87 wurde fuer Oesterreich adaptiert, sodass regional differenzierte Prognosen der Auswirkungen grossraumiger Verstrahlung auf die Nahrungskette und die Dosisbelastung des Menschen moeglich sind. Durch eine entsprechende Beruecksichtigung der unterschiedlichen phaenotypischen Regionen, Bodendepositionen, der Nahrungsmittelproduktion und des Nahrungsmittelverzehrs sind Prognosen auf der Ebene der oesterreichischen politischen Bezirke moeglich. Solche Prognosen ermoeglichen im Anlassfall rasch und oekonomisch gezielte Massnahmen zur Dosiseinsparung bei der Bevoelkerung. Mit einer retrospektiven Validierung anhand der Messdaten nach dem Tschernobyl-Fallout wurde die Praktikabilitaet des Modells getestet. Dabei zeigte sich eine gute Uebereinstimmung der Prognose mit gemessenen Aktivitaetskonzentrationen in Futter- und Nahrungsmitteln. Die Probleme, die sich bei der Validierung z.B. durch die hohe Sensitivitaet in bezug auf den Entwicklungsstand der Agrarpflanzen und auf eine moeglichst genaue Modellierungder Deposition auf Pflanzenoberflaechen, aber auch durch die Frage fuer den Vergleich repraesentativer Messproben ergaben, werden ausfuehrlich diskutiert. Die ohne die Beruecksichtigung von behoerdlichen Massnahmen errechneten theoretischen 1-2 Jahresingestionsdosiswerte zeigen eine nur geringe regionale Differenzierung bei einem oesterreichischen Durchschnittswert fuer Erwachsene von 1.0 mSv effektive Aequivalenzdosis. Die Dosisreduktion durch behoerdliche Gegenmassnahmen wurde mit etwa 0.3 mSv abgeschaetzt, sodass sich die Netto-Ingestionsdosis zu 0.7 mSv ergibt.