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  • Titel
    Untersuchungen zur Überlebensfähigkeit und Entwicklung der Larven zweier Herkünfte des Schwammspinners Lymantria dispar L. (Lep.: Lymantriidae) in Abhängigkeit von der Fraßpflanze
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Illustrationen
    3 Abb., 24 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    3718
  • Datensatznummer
    200087599
  • Quelle
  • Abstract
    Der polyphage Schwammspinner Lymantria dispar kann sich von ca. 400 verschiedenen Holzpflanzenarten ernähren. Bevorzugt werden allgemein die Eichenarten - einige andere Pflanzengruppen dagegen werden aufgrund ihres Gehaltes an toxischen Inhaltsstoffen gemieden. Hierzu gehören z.B. Papilionaceae wie die Robinie, Robinia pseudoacacia. Die Überlebensfähigkeit und Entwicklung zweier Schwammspinnerherkünfte mit langjähriger Spezialisierung auf Eiche bzw. Robinie wurde in Abhängigkeit von der Nahrungspflanze untersucht. Es zeigte sich, daß Tiere aus der an Eiche adaptierten Population nicht in der Lage sind, sich an Robinie zu entwickeln. Ihnen fehlen die nötigen Detoxifikationsmechanismen, um die in dieser Pflanzenart enthaltenen toxischen Alkaloide und Flavenoide zu verarbeiten. Dagegen konnten Raupen aus einem isolierten Robinienbestand Eiche als Nahrung gut verwerten und kamen ohne große Einbußen zu Verpuppung, Falterschlupf und Eiablage. An der gewohnten Fraßpflanze Robinie wurden zwar am Anfang der Larvenentwicklung erhöhte Mortalitätsraten (bis 27%) beobachtet, jedoch erreichten bei den Überlebenden vor allem die Weibchen deutlich höhere Puppengewichte und bessere Fekundität mit durchschnittlich 40% mehr Eiern/Gelege als bei Fütterung mit Eiche. Dies deutet auf ein hohes Maß an metabolischer Anpassung an die Inhaltsstoffe der Robinie hin und zeigt, daß sich dieser "Biotyp" von Lymantria dispar damit in diesem Habitat optimale Vermehrungsbedingungen geschaffen hat.