Titel
Rückgang der Moor-Kiefer im südlichen Schwarzwald : Ökologische Untersuchungen an Pinus rotundata LINK
Paralleltitel
Ecological Investigation on the Decline of Pinus rotundata Link in the Southern Black Forest
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
16 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
14217
Datensatznummer
200087151
Quelle
Abstract
Die Moor-Kiefer ist als Besiedler von Mooren heute nur noch in kleinen Populationen in mitteleuropäischen Gebirgen anzutreffen. Die aktuell vielfach zu beobachtenden flächigen Absterbeerscheinungen in gestörten Mooren werfen die Frage auf, welche Wuchsbedingungen geschädigte und intakte Bestände kennzeichnen und ob Beeinträchtigungen des Wachstums der Kiefern in gestörten Moorbereichen zu erkennen sind. Während die Kiefernverjüngung in der Randzone durch dichteres Kronendach und dichte Zwergstrauchschicht seit Jahrzehnten gehemmt wird, unterwandert die Fichte die absterbende Kiefernbaumschicht. In den Jahren 1998 bis 2000 wurden in zwei gestörten Hochmooren und als Vergleich in einem naturnahen Hochmoor ökologische sowie biometrische/dendrologische Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse deuten bei den absterbenden Gruppen eine vorgezogene Seneszenz, eine zugunsten eines schlanken Wuchses veränderte Morphometrie der Bäume sowie eine Unterdrückung und ein schlechtes Wachstum der jüngeren Altersklassen an. Dieses könnte in Zusammenhang mit mechanischem Stress und mit standörtlichen Veränderungen in der Randzone der beiden gestörten Moore stehen: Dort zeigte sich eine Versauerung des oberen Torfhorizonts bei gleichzeitg niedrigeren Wasserständen sowie eine Verringerung der Verfügbarkeit von Calcium und Magnesium. Es zeigte sich außerdem, dass Populationen mit größerem Höhenwachstum in gestörten Mooren nicht grundsätzlich auch eine höhere Vitalität im Sinne einer höheren Stammholzproduktion aufweisen.