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  • Titel
    Der Kohlenstoffhaushalt einer Stadt am Beispiel Wien unter besonderer Berücksichtigung der pflanzlichen Biomasse und der Nettoprimärproduktion
  • Paralleltitel
    The urban carbon balance: Vienna as a case study, with special emphasis on plant biomass and net primary production
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    753
  • Datensatznummer
    200086376
  • Quelle
  • Abstract
    Die auf die Subsysteme verteilte pflanzliche Biomasse Wiens beträgt ca. 4 Mio. t Trockengewicht (rund 11,9 Mio. t Frischgewicht). Durch die Nettoprimärproduktion werden ca. 0,21 Mio. t Kohlenstoff fixiert. Die durchschnittliche pflanzliche Biomasse ist in Wien mit 10 kg/m¬ Trockensubstanz und die durchschnittliche Nettoprimärproduktion mit 1,1 kg/m¬/a relativ hoch. Selbst in den urban-industriellen Subsystemen beträgt die durchschnittliche Biomasse noch 6 kg/m¬ und die Nettoprimärproduktion 0,56 kg/m¬/a. Die Hauptemissionsquelle von Kohlenstoff auf anthropogener Ebene ist die Verbrennung fossiler Energieträger. Mehr als die gesamte lebende Biomasse Wiens, von der die über 1,5 Mio. Menschen nur 1% der pflanzlichen Biomasse entsprechen, wird in einem Jahr verbrannt. Es werden 2,7 Mio. t Kohlenstoff freigesetzt, die als Kohlendioxid (fast 10 Mio. t) zum Anstieg der Konzentration der Treibhausgasse in der Atmosphäre beitragen. Die Respiration der Menschen (incl. Haustiere), der Betrieb von Kläranlagen und in geringem Ausmaß die Kompositierung tragen zusätzlich zur Kohlenstofffreisetzung bei. Damit übertreffen die anthropogenen Emissionen den durch die Pflanzen assimilierten Kohlenstoff um das fast 13fache, die Nettofixierung der Biozönosen um das 61fache bzw. den Kohlenstoffgehalt der gesamten Pflanzendecke Wiens um das 1,4fache.