Titel
Biodiversity and functioning of ecological communities - why is diversity important in some cases and unimportant in others?
Paralleltitel
Artenvielfalt und ökologische Funktion - warum ist Diversität in einigen Fällen wichtig, in anderen nicht?
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
43 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
4181
Datensatznummer
200086016
Quelle
Abstract
Der Artikel gibt eine Übersicht über ökologische Theorien und Hypothesen, die einen Zusammenhang zwischen Artenvielfalt und ökologischer Funktion begründen. Es werden insbesondere die Ursachen dafür diskutiert, dass empirische Befunde zur Wirkung der Artenvielfalt auf ökologische Funktionen, trotz der starken theoretischen Erwartung weitverbreiteter Diversitätseffekte, sehr widersprüchig ausfallen. Es werden grundsätzlich Unterschiede in der Ökologie von Pflanzen, Wirbellosen und Mikroorganismen dargestellt, die unterschiedliche Beziehungen zwischen Diversität und Funktion in diesen Organismengruppen nach sich ziehen. Die Autoren leiten vier Kriterien ab, die die Diversitäts-Funktions-Relation bestimmen: (1) Motilität der betrachteten Organismen, (2) Entkopplung von Persistenz und Aktivität dieser Organismen, (3) Artenreichtum der Organismengemeinschaft und (4) Gleichgewichtsregelung des betrachteten ökologischen Prozesses. Aufgrund dieser Kriterien schließen die Autoren, dass messbare Auswirkungen der Artenvielfalt auf die Funktion (a) bei Pflanzen und Mikroorganismen eher, (b) bei Bodentieren jedoch seltener auftreten, und dass der Artenreichtum einer Gemeinschaft (c) Primärproduktion, Energieumsatz im Boden, sowie Nährstoffverluste aus dem System eher beeinflusst, während (d) die Abbaurate der organischen Substanz nicht dauerhaft verändert wird. Die Autoren zeigen, dass diese Schlußfolgerungen durch empirische Befunde aus der Literatur weitgehend bestätigt werden. Der Einfluß räumlicher und zeitlicher Skalen wird kurz diskutiert.