Titel
Produktivität und Wasserhaushalt zweier Balsampappelklone auf einem Kippsubstrat im Lausitzer Braunkohlerevier
Paralleltitel
Prductivity and water budget of two poplar clones on a mine spoil in the Lusatian Lignite Mining Region
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
47 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
638
Datensatznummer
200085664
Quelle
Abstract
Auf einem kohle- und pyritfreien, tonig sandigen Kippsubstrat im Tagebau Welzow-Süd wurde im April 1995 eine Versuchsfläche (2,5 Hektar) mit schnellwachsenden Baumarten angelegt. Ziel der Untersuchung war es, die Anbaueignung verschiedener Klone der Balsampappel mit Bezug auf die spezifische biomasseleistung zur energetischen Nutzung zu erfassen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei dem Zusammenhang zwischen der Biomasseproduktivität und dem Wasserhaushalt des Systems Boden-Pflanze. Nach vierjähriger Versuchsdauer belegte die Studie die Möglichkeit, Kurzumtriebsplantagen mit schnellwachsenden Baumarten auf Kippenstandorten als neue Landnutzungssysteme in der Bergbaufolgelandschaft zu etablieren. Die Klone zeigten nach vierjähriger Versuchsdauer genetische bedingte, signifikant verschiedene Zuwachs- und Biomassepotentiale im Bereich von 7 und 20 t ha®Ü. Untersuchungen zum Wasserhaushalt der unterschiedlich wüchsigen Balsampappelklone Beaupré (hohe Biomasseleistung) und Androscoggin (geringere Biomasseleistung) wurden mit Hilfe der Erfassung der Boden- und Blattwasserpotentiale, der hydraulischen Leitfähigkeit und der Anfälligkeit gegenüber Embolismus angestellt. Der Klon Beaupré zeigte im Vergleich zu dem Klon Androscoggin ein unterschiedliches Stomataöffnungsverhalten, eine höhere hydraulische Sprossleitfähigkeit sowie eine deutlich geringere Anfälligkeit gegenüber Embolismus. Gleichzeitig war der Klon Beaupré gekennzeichnet durch eine höhere Transpiration als für den Klon Androscoggin festgestellt wurde. Die Wassernutzungseffizienz war jedoch wesentlich günstiger als bei dem Klon Androscoggin. Die mit dem Klon Beaupré bestockte Fläche wies geringere Tiefensickerungsmengen auf als der Klon Androscoggin-Standort.