- TitelRekultivierung und Begrünung in Hochlagen : Strukturwandel in Berggebieten. Auswirkungen auf die Schalenwildbewirtschaftung
- Verfasser
- Erscheinungsjahr2001
- Illustrationen10 Lit. Ang.
- MaterialUnselbständiges Werk
- Standardsignatur13060
- Datensatznummer200085380
- Quelle
- AbstractBegrünungen in Hochlagen nach baulichen Eingriffen oder zum Erosionsschutz sind deutlich schwieriger durchzuführen als in Tallagen. Das Klima wird mit zunehmender Höhenlage immer wuchsfeindlicher. Nur mehr standortgerechte Arten sind auf Dauer überlebensfähig. Die meisten Flächen sind schwer erreichbar, die Geländeauformung verhindert meistens einen großflächigen Maschineneinsatz. Eine erfolgreiche Rekultivierung bedingt immer das Zusammenspiel von qualitativ hochwertigem standortgerechtem Saat- oder Pflanzgut sowie einer dem Standort angepassten Begrünungsmethode. In der Praxis wird man versuchen müssen, mit einem Minimum an Aufwand das Ziel eines stabilen Rasens zu erreichen. Wobei nie vergessen werden darf, dass al die beschriebenen Maßnahmen der Stabilisierung des stark durchwurzelten Oberbodens dienen. Bei instabilen, zu tiefgründigeren Rutschungen neigenden Begrünungsflächen müssen zusätzliche ingenieurbiologische Maßnahmen zur Hangstabilisierung gesetzt werden. Eine Beurteilung der Situation vor Beginn der Eingriffe bzw. der Ekultivierungsarbeiten durch einen Experten sit immer anzuraten. Jede der vorgestellten Begrünungsmethoden hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Tabelle 1 zeigt einen zusammenfassenden Vergleich der wichtigsten Verfahren. Eine umfassende Auflistung des derzeitigen Standes der Technik kann der "Richtlinie für standortgerechte Begrünungen" entnommen werden. Es ist damit zu rechnen, dass im zug der meisten baulichen Maßnahmen in Hochlagen künftig die "Richtlinie für standortgerechte Begrünungen" zur Anwendung kommt. Das Bestreben, notwendige Eingriffe in Natur und Landschaft so schonend wie möglich zu gestalten und die Wunden wieder nachhaltig zu schließen, wird immer stärker. Die verpflichtende Vorschreibung einer standortgerechten Wiederbegrünung, speziell in ökologisch sensiblen Gebieten, ist nur mehr eine Frage der Zeit. Die Richtlinie soll die entsprechende Hilfestellung bei Ausschreibungen, Verträgen und naturschutzrechtlichen Auflagen ermöglichen und durch Verbesserung des Wissensstandes bei potentiellen Anwendern, vor allem der Natur zugute kommen.
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