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  • Titel
    Gestörte Fortpflanzungsfähigkeit des Feldhasen? : Notwendigkeit und Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen physiologischen, ökologischen und anthropogenen Einflussfaktoren
  • Paralleltitel
    Is the reproductive capacity impeded in European brown hares? = Capacité de reproduction perturbée chez le Lièvre? = Nécessité et difficulté de distinguer entre les facteurs physiologiques, écologiques et anthropogènes
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    2001
  • Illustrationen
    25 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8032
  • Datensatznummer
    200085281
  • Quelle
  • Abstract
    Der kontinuierliche Rückgang von Populationen wie bei Europäischen Feldhasen ist stets ein alarmzeichen. Einer der Gründe für diesen Rückgang könnte eine verminderte Reproduktionsfähigkeit sein. Der Nachweis dafür ist jedoch sehr schwierig, da die Fruchtbarkeit multifaktoriell determiniert ist. Voraussetzungen für den Beweis von Fruchtbarkeitsstörungen sind exakte Grundlagenkenntnisse der Reproduktionsanatomie und -physiologie, der saisonalen Zuchtperioden und aktueller anthropogener Einflüsse wie beispielsweise Umweltschadstoffe. Die Rammler zeigen von Januar bis Juli eine hohe testikuläre Aktivität, einen Tiefpunkt im September und die Reaktivierung im November/Dezember. Die Vernachlässigung dieser physiologischen Veränderungen führt zu falschen Schlussfolgerungen. Die Keimdrüsen stellen wegen der spezifischen Prozesse der Meiose und raschen Mitose für Schadstoffe besonders empfindliche Organe dar. Eindeutige Informationen über die Kausalität von Einwirkungsfaktoren sind jedoch nur mit definierten experimentellen Ansätzen oder In-vitro-Befruchtungssystemen zu erhalten. Ergebnisse bei einer Spezies sind dabei nicht unbedingt für andere Arten bzw. unter Freilandbedingungen gültig. Die Beurteilung aktueller Risiken durch Schadstoffbelastungen erfordert die Untersuchung der Akkumulation dieser Substanzen in frei lebenden Tieren. Die meisten verfügbaren Daten stammen von erlegten Tieren. Die Untersuchung von Wildtierarten verlangt spezielle Herangehensweisen. Eine davon ist die Diagnose des reproduktiven Status von lebenden, anästhesierten Tieren aus definierten Habitaten mittels ultrasonographischer, endokrinologischer und spermatologischer Methoden.