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  • Titel
    Ueber Spuren frueher Domestikation oder spaeter innerartlicher Kreuzungen beim Europaeischen Mufflon Ovis ammon (orientalis) musimon PALLAS, 1811
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Illustrationen
    59 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8871
  • Datensatznummer
    200084317
  • Quelle
  • Abstract
    Palaeozoologische Untersuchungen belegen, dass Mufflons auf Korsika, Sardinien und Zypern erst seit etwa 8 Jahrtausenden leben. Ihr Vorkommen steht mit einer Besiedlungswelle der Neolithiker in Verbindung, die auch weitere Faunenelemente mitfuehrten. Waehrend der letzten etwa 200 Jahre wurden korsische und sardische Mufflons zur Begruendung von Wildpopulationen auf dem europaeischen Festland genutzt. Dabei erfolgten gelegentlich Verkreutungen mit Hausschafen und anderen Wildschafformen. Aus Literatrustudien, Beobachtungen und Messungen an Mufflons in Deutschland wird geschlossen, dass weder Spuren einer fruehen Domestikation noch spaeter innerartlicher Einkreuzungen schluessig nachweisbar sind. Dorthin weisende Einzelbeobachtungen koennen allgemein die Auswirkungen unterschiedlicher oekologischer Lebensbedingungen oder zu kleiner Gruenderpopulationen deutlich werden. Nach Verhalten und Koerperbau entsprechen Mufflons den auch von anderen Wildschaften und -paarhufern her bekannten Normen. Sie gehoeren als wohldefinierte Formen zur orientalis-Wildschafgruppe Kleinasiens, aus der auch das Hausschaf hervorging. Die Festlandvorkommen sind vermutlich sehr frueh erloschen. Auf die moegliche Rolle des Mufflonwidders als Kultsymbol wird hingewiesen.