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  • Titel
    Einfluß der Probeflächengröße auf Maßzahlen der Biodiversität : 11. [Elfte] Tagung und Internationale Biometrische Gesellschaft Deutsche Region Arbeitsgruppe Ökologie
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Illustrationen
    10 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    14170
  • Datensatznummer
    200082961
  • Quelle
  • Abstract
    Unter dem Begriff Biodiversität wird nicht nur die Artenvielfalt sondern auch die Struktur (sowohl horizontal als auch vertikal) verstanden. Durch den zunehmenden Druck Wälder nicht nur nachhaltig sondern naturnäher zu bewirtschaften, bekommen Maßzahlen der Biodiversität einen höheren Stellenwert als bisher. Überlegungen zum Stichprobendesign und vor allem zur Festlegung der Stichprobengröße waren bislang stark von der Holzvorratsermittlung geprägt. Nun stellt sich folglich die Frage, inwieweit Maßzahlen der Biodiversität im Rahmen von Forst- oder Waldinventuren erfaßt werden können. Anhand von Daten permanenter Probeflächen und der Naturrauminventur im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich wurde die Auswirkung der Probeflächengröße auf verschiedene Maßzahlen der Biodiversität mittels Simulation untersucht. Alle Maßzahlen die die Artenvielfalt der Baumvegetation beschreiben (Artenreichtum, Artenzahl), SHANNON-Index, SIMPSON-Index) hängen stark von der Probeflächengröße ab. Je kleiner die Probefläche wird, desto eher handelt es sich um einen Reinbestand: das entspricht der Erwartung, da letztlich eine Stichprobe, die nur noch einen einzigen Baum erfaß, trivialerweise nur diese eine Art beschreiben kann. Zur Angabe von Maßzahlen der Artenvielfalt muß demzufolge immer die Bezugsflächengröße berücksichtigt werden. Anders verhält sich die Situation bei Maßzahlen die die Struktur von Waldbeständen beschreiben. Mit abnehmender Probeflächengröße nimmt die Standardabweichung erwartungsgemäß zu. Auch zeigt sich eine geringfügige Tendenz zu mehr Homogenität mit kleiner werdenden Probeflächengrößen. Durch die starke Zunahme der Streuung kann diese Tendenz, selbst bei großen Datenmengen, jedoch nicht abgesichert werden.