Titel
Was macht eine Grosswetterlage zur Hochwasserlage in Bayern?
Verfasser
Erscheinungsjahr
1997
Illustrationen
14 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8632
Datensatznummer
200082918
Quelle
Abstract
Die Vb-Wetterlage fuehrte in Bayern im Zeitraum 1965-1995 am haeufigsten zu Hochwasser. Von den Grosswetterlagen sind die zyklonale Nordwestlage, gefolgt von der zyklonalen Suedwestlage, den Lagen Tief- bzw. Trog- Mitteleuropa und den zyklonalen Westlagen, hochwassergefaehrlich. Eine Schneedecke ist in 81% der nicht alpinen Winterhochwasser beteiligt. Der Boden war bei den Winterhochwassern in 43% der Faelle gefroren. In 31% der Hochwasser waren die Speicher durch die vorherige Witterung schon weitgehend gefuellt, so dass nur noch eine relativ geringe zusaetzliche Wassermenge zu Hochwasser fuehrte. In den meisten Faellen ist der Stau von Luftmassen und Fronten an Mittelgebirgen und Alpen bei den Hochwassern beteiligt. Niederschlagsvorhersagen fuer Hochwasserprognosen muessen deshalb mit Modellen durchgefuehrt werden, die eine hochaufgeloeste Orographie besitzen, um den Stau wirklichkeitsgetreu vorhersagen zu koennen. Bei der Auswahl und der Anwendung von Niederschlag-Abfluss-Modellen ist daher zu beachten, dass die Rueckhaltewirkkung der Schneedecke bzw. ihr Abschmelzen sowie die Rueckhaltekapazitaet der Pflanzendecke und des Bodenspeichers ausreichend genau erfasst werden.