Titel
Uferwaelder und Wasserhaushalt der Mittelelbe in Gefahr
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Illustrationen
3 Lit. Ang.
Material
Unselbständiges Werk
Standardsignatur
8630
Datensatznummer
200082395
Quelle
Abstract
Anders als am Rhein dringen der auentypische Weidenwald und die tiefgelegene Ausbildung des Eichen-Ulmenwaldes im Uferbereich der mittleren Elbe bis weit unter das Niveau des langjaehrigen Mittelwassers (MW Jahr) vor. Ueberdies nimmt der Weidenwald an der mittleren Elbe einen deutlich schmaleren Gelaendestreifen ein als am Rhein. Seine Flaeche schrumpft mit jeder verschaerften Eintiefung des ueberwiegend aus Sand bestehenden Elbebetts. Aus diesen Gruenden sind die Ufer-Auenwaelder an der Elbe staerker als am Rhein durch eintiefungsfoerdernde Strombaumassnahmen und die Beseitigung des Gehoelzaufwuchses gefaehrdet. Zur Vermeidung grossraeumiger oekologischer Nachteile muessen daher die Strombaumassnahmen wieder ausgesetzt werden. Vordringliches Ziel ist die Entwicklung naturvertraeglicher Strombaumassnahmen auf Grundlage der bislang noch nicht bekannten Wuchsbedingungen fuer die tiefgelegenen Uferwaelder zwischen Schoena und Hamburg. Dazu dient das vorgeschlagene Dreipunkte-Sofortprogramm: (1) Wiederaussetzung der Strombaumassnahmen. (2) Schutz der Naturverjuengung im Uferbereich. (3) Grossraeumige Erfassung der Bodenhoehenzonen der Reste der tiefgelegenen Ufer-Auenwaelder. Ohne diese Massnahmen verliert die Elbe ihren besonderen Charakter, der sie bisher gegenueber den westdeutschen Bundeswasserstrassen auszeichnet.