Titel
Untersuchungen zur Erkennung ausgewählter Defekte an Fichtenholz mit Methoden der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung
Verfasser
Erscheinungsjahr
2001
Illustrationen
5 Lit. Ang.
Material
Artikel aus einer Zeitschrift
Standardsignatur
5474
Datensatznummer
200082206
Quelle
Abstract
Tabelle 5 (S. 44) stellt die Methoden gegliedert nach industriellen Aspekten gegenüber. Die Thermographie zeichnete sich durch die Erkennung von Holzfehlern mit Dichtekontrasten aus, sowohl bei gehobelter als auch bei sägerauher Oberfläche bis 3 mm unter der Oberfläche. Diese fand bisher keine industrielle Anwendung, jedoch bieten sich mögliche Kombinationen mit der CCD-Technik, die vor allem Holzfehler mit Farbkontrasten erkennt, sowie mit der Eigenfrequenzmessung zur Festigkeitssortierung von Holz an. Die Online-Farbmessung von Holz steht noch in den Anfägen der Entwicklung. Dabei ist mit einem vielversprechenden System zu rechnen, wie die Ergebnisse aus den Untersuchungen der Defekterkennung belegten, bei der alle Holzfehler untereinander und vom fehlerfreien Holz klar durch ihre charakteristischen Farbwerte differenziert werden konnten. Ähnlich verhält sich die Spektroskopie, bei der alle Holzfehler durch spezifische Wellenzahlen beschrieben und getrennt werden konnten. Eine industrielle Anwendung der Spektroskopie, um Oberflächenfehler zu erkennen, ist nicht bekannt. Die Computertomographie wird hauptsächlich für die Erkennung innerer Defekte bei Baumstämmen angewandt. Dabei können Defekte mit unterschiedlicher Dichte bis zu einer Abmessung von 1 mm festgestellt werden. Bisher fand die CT infolge hoher Investitionskosten und geringer Prozessgeschwindigkeiten keinen praktischen Einsatz in der Holzindustrie. Die Fourieranalyse eignet sich zur Erkennung der Faserneigung und Äste. Dadurch zeigt sich eine möglich Kombination mit der Eigenfrequenzmessung zur Festigkeitssortierung von Holz. Bei der elektrischen Widerstandsmessung konnten die Defekte nicht eindeutig erkannt werden. Dies ist auf die nicht optimale Messanlage zurückzuführen. Durch eine geeignetere Einrichtung ist die Erkennung von Holzfehlern denkbar, jedoch sind dazu weitere Untersuchungen notwendig.