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  • Titel
    Gebueschentwicklung in Halbtrockenrasen des Kaiserstuhls
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Illustrationen
    22 Lit. Ang.
  • Material
    Unselbständiges Werk
  • Standardsignatur
    8630
  • Datensatznummer
    200081980
  • Quelle
  • Abstract
    Das Eindringen von Gehoelzen in brachliegende Trockenrasen ist ein weit verbreitetes Phaenomen; am Beispiel von Mesobrometen des Kaiserstuhls wurden in diesem Beitrag einige Aspekte dieser "Verbuschung" dargestellt. Durch den Vergleich der Ergebnisse einer eigenen Befliegung mit alten Luftbildern konnte die langfristige Entwicklung der Verbuschung im Untersuchungsgebiet NSG "Haselschacher Buck" dokumentiert werden: Das Eindringen der Gehoelze in den Rasen laeuft vergleichsweise langsam ab; dabei treten Junggehoelze bevorzugt in der naeheren Umgebung von aelteren Gebueschgruppen auf. Fuer die verschiedenen Gehoelzarten konnte ein Zusammenhang zwischen der Art ihrer Ausbreitung und der Strategie der Verbuschung gezeigt werden: anemochore Arten sind vor allem Pioniere ueber die gesamte Flaeche; endozoochore Arten entwickeln sich haeufiger in bereits bestehenden Gebueschen. Nach Untersuchungen im Gelaende konnte eine Sukzessionsreihe der Gebueschentwicklung beschrieben werden, die sich in deutliche Phasen gliedern laesst. Mit zunehmendem Alter und wachsender Groesse der Gebuesche nimmt ihre Artenzahl stark zu. Die Mehrzahl der dabei auftretenden Gehoelzarten wird durch Voegel ausgebreitet. Es gibt typische Arten der fruehen und solche der spaeten Sukzessionsphasen. Die einzelnen Arten haben zudem in Abhaengigkeit von dem Wasserhaushalt des Standorts unterschiedliche Schwerpunkte ihres Vorkommens. Daraus lassen sich auch fuer die Neuanlage von Hecken und Feldgeoelzen Konsequenzen ziehen.